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Buchhandlung Neugebauer

Rezensionen

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Solider, aber nicht ganz überzeugender Auftakt einer neuen Fantasy-YA-Trilogie 21. Juni 2018
„Children of Blood and Bone - Goldener Zorn“ ist der Debütroman der amerikanischen Autorin Tomi Adeyemi und zugleich Auftakt einer neuen Fantasy-Trilogie. Die Autorin hat für ihren Jugendroman eine faszinierende, ganz eigene Fantasywelt erdacht, die in einem westafrikanisch angehauchten Ambiente mit jeder Menge Magie und einer geheimnisvollen Götterwelt angesiedelt ist.
Die Besonderheiten der Fantasywelt mit ihren exotischen Mythen fand ich anfangs sehr fesselnd und vor allem originell. Die Autorin führt uns die sehr angespannte, intolerante Atmosphäre im Königreich anhand von Zélies Alltag gekonnt vor Augen. In verschiedenen Szenen zeichnet sie sehr anschaulich eine Welt der schwelenden Animositäten, ein Kampf ums tägliche Überleben und permanenter Unterdrückung der dunkelhäutigen, aber hellhaarigen Divînés und Maji durch eine Führungselite und die hellerhäutigen Adligen. Zélies Wunsch nach Veränderung der Machtverhältnisse und ihre Hoffnung auf Gleichberechtigung der Völker ist sehr nachvollziehbar. Adeyemis Anliegen, die Leserschaft auf die Diskriminierung von Menschen aufgrund rein äußerlicher Unterschiede zu sensibilisieren, ist ein überaus aktueller und sehr interessanter Ansatz für einen Roman.
Leider hat es die Autorin aber nicht geschafft, ihre originelle Ausgangsidee mit dem faszinierenden Setting in eine ebenso außergewöhnliche, mitreißende und schlüssige Geschichte umzusetzen. Die von ihr erschaffene Welt mit ihrer interessanten, magisch-mythischen Hintergrundgeschichte enthält einige logische Schwächen und Ungereimtheiten und wirkt insgesamt mit ihren etwas schwammigen Beschreibungen wenig ausgereift. Auch der Handlungsverlauf erscheint oftmals wenig einfallsreich, vorhersehbar und lässt einen raffinierten Spannungsaufbau vermissen. Der Autorin ist es hervorragend gelungen, uns mit temporeichen Passagen und actionreichen, blutigen Kampfszenen in Atem zu halten, doch finden sich leider auch immer wieder Längen, in denen die Spannung deutlich abflacht.
Die Autorin erzählt ihre Geschichte abwechselnd aus der Ich-Perspektive der Hauptfigur Zélie sowie der Prinzessin Amari und ihrem Bruder Kronprinz Inan, wodurch von Anfang an eine besondere Nähe zu den Figuren geschaffen und rasch Spannung aufgebaut wird. Einen besonders intensiven Einblick in die Gedanken und Gefühlswelt der Figuren erhält der Leser aus dieser Sichtweise dennoch nicht und kann daher einige charakterliche Entwicklungen und Motive für ihre überraschenden Handlungen nicht nachvollziehen. Eine einfühlsame, differenzierte Figurenzeichnung ist der Autorin vor allem bei ihren zwei starken Heldinnen Zélie und Amari gelungen, deren Weiterentwicklung und das Über-sich-Hinauswachsen im Kampf für das Gute sehr nachvollziehbar dargestellt wird. Insbesondere die Figur der besonnenen Prinzessin Amari mit ihren inneren Konflikten ist ein vielschichtiger, sympathischer Charakter, den ich bald in mein Herz geschlossen habe – ein gelungener Kontrast zur eher extrovertierten, rebellischen Zélie, die mit ihrer oft unüberlegten, naiven Art für jede Menge Probleme sorgt. Die männlichen Charaktere Prinz Inan und Zélies Bruder Tzain wirken mit ihren recht schwachen Persönlichkeiten hingegen blass und geben wenig Einblicke in ihr Innenleben. Gleich zwei Liebesgeschichten lässt die Autorin sich anbahnen, wobei die eine von ihnen doch sehr klischeehaft, konstruiert und unglaubwürdig auf mich wirkte.
Der mitreißende Schreibstil der Autorin ist für ein Jugendbuch recht einfach gehalten, lässt sich aber angenehm lesen. Sehr hilfreich wäre allerdings ein Glossar für die vielen fremden Begriffe gewesen, deren Bedeutung man sich im Laufe der Geschichte zusammenreimen muss.
Der erste Band der Trilogie endet schließlich in einem ziemlich rasanten Finale, das an Spannung und Dramatik kaum noch zu überbieten ist. Der fiese, vielversprechende Cliffhanger am Schluss lässt viele Fragen für die Nachfolgebände offen und macht neugierig auf eine Fortsetzung der Geschichte in dieser interessanten, atmosphärisch dichten Fantasy-Welt.
Man kann nur hoffen, dass es der Autorin nach diesem recht schwachen ersten Band noch gelingen wird, das enorme Potential von Setting und Ausgangsidee zu nutzen und ihren Ideenreichtum stimmiger und packender umzusetzen.
FAZIT
Ein solider, unterhaltsamer Auftakt einer neuen Fantasy-YA-Trilogie mit einem faszinierenden Setting, starken Frauenfiguren aber leider auch einigen Schwächen im Plot, der mich allerdings nicht völlig überzeugen konnte!

Viel Potential verschenkt 21. Juni 2018
von marsu
Ein Fantasyroman, der in der afrikanischen Welt angesiedelt ist. Was für eine tolle Idee und endlich mal etwas Neues! Die Welt der unterschiedlichen Magie-Clans mit ihren differenzierten Fähigkeiten, das System unterschiedlicher Wertigkeit von Menschen, die Magiebegabten, die durch ihr weißes Haar äußerlich sofort auffallen, allerdings verschwanden nach einem Massaker vor einigen Jahren die Kräfte der Magie.
Zélie, eine Dorfbewohnerin, deren Mutter bei dem Massaker gestorben ist und sie ist eine Maji, auch wenn sich die Magie nicht mehr äußert. Dennoch gehört sie zu den Menschen, die ausgebeutet werden. Ihr Vater ist seit dem Tod der Mutter nicht mehr derselbe. Ihr Bruder versucht sie vor dem Unheil zu schützen, doch er hat nicht dieses "Makel" der weißen Haare.
Dann ist da auf der anderen Seite die Prinzessin Amaris. Sie muss sich nicht darum kümmern, was sie am nächsten Tag essen wird, doch sie leidet unter mangelnder Liebe und Anerkennung. Als dann auch noch ihre Dienerin und Freundin vor ihren Augen getötet wird, flüchtet sie mit der magischen Schriftrolle.

Interessante Charaktere, doch leider nicht konsequent ausgebaut. Gerade der Prinz, aber auch Zélie gefielen mir nicht so sehr. Hier wurden einfach zu viele Chancen vergeben und Probleme zu schnell aus dem Weg geräumt und weitere tauchten dafür urplötzlich auf.

Ich hoffe, die Autorin lernt bei ihrem zweiten Buch dazu, denn Potential hat dieses Buch definitiv.

Gelenkfit in die Berge
von Christian Fink; Christian Hoser; Peter Gföller
Tolles Buch 21. Juni 2018
von Chiara
Man nehme ein paar renommierte Ärzte und die Begeisterung für unsere Berge und mixe daraus ein wirklich gelungenes, äußerst informatives, gut gestaltetes Buch, das Gesundheit und Wandern verbindet. Ich habe es einer Phyiotherapeutin geschenkt und die ist sowohl vom Inhalt, als auch von der Aufmachung des Buches begeistert. Tolles Ergebnis!

Eine Liebe, in Gedanken
von Kristine Bilkau
Lesehighlight für mich 21. Juni 2018
Der Lebemensch Toni stirbt nach schwerer Krankheit, die sie schon länger an ihre kleine Wohnung gebunden hat und lässt ihre mittlerweile selbst etwas ältere Tochter zurück, die in Erzählungen, Geschichten und der Vergangenheit von ihrer Mutter schwelgt. Dabei nimmt sie die große Liebe von Toni zu Edgar auseinander und versucht das Leben ihrer Mutter vor ihrer eigenen Geburt und somit auch die zwischenmenschlichen Beziehungen besser zu verstehen...

Dieses Buch ist in zwei Erzählebenen geschrieben. Einerseits begleiten wir die Tochter in der Gegenwart, die sich mit dem Tod ihrer Mutter Toni zurechtfinden muss und zum anderen begleiten wir Toni im zarten Alter von Mitte 20 als sie Edgar kennengelernt und ihr Herz an ihn verloren hat. Aus diesen beiden Geschichten, die in kurze Kapital gegliedert sind, flicht die Autorin geschickt einen Blick auf Tonis leben, die teilweise auch ineinander übergehen. Die Sprache ist sehr ruhig, aber in diesem Stil teilweise poetisch (ohne anstrengend zu sein) und sehr berührend und fesselnd. Das Buch lässt sich sehr schnell lesen und bin ich schon nach 35 Seiten in die Geschichte hineingekippt.

Auch der Umstand, wie gut die Autorin die 60er Jahre gezeichnet hat, in denen wir Toni als junge Frau begleiten ist beeindruckend. Dieses Buch gibt die Rolle der Frau samt allen Erwartungen sowie Einschränkungen der damaligen Zeit sehr gut wieder und wirkt die Erzählung daher authentisch. Weiters bedient sich die Geschichte auch versteckten Gegenüberstellungen, Unterschieden und Vergleichen der Leben und Verhaltensweisen von Mutter und Tochter, was meiner Meinung nach wirklich klug ausgeführt wurde.

Für mich handelt es sich bei diesem Buch um ein absolutes Lesehighlight dieses Jahres und hat mich schon länger kein Roman mehr derart ergriffen und beschäftigt. Ich würde es jederzeit weiterempfehlen und freue mich daher 5 Sterne vergeben zu dürfen.

Schönbrunner Finale
von Gerhard Loibelsberger; Gerhard Loibelsberger
Schönbrunner Finale 21. Juni 2018
von dorli
Wien 1918. Der Planetenverkäufer Stanislaus Gotthelf wird in seiner Hütte im zweiten Hinterhof eines Hauses in der Rechten Wienzeile erschlagen aufgefunden. Verdächtigt werden die Deserteure Ambrosius Zach und Karel Husak, die als Bettgeher bei ihm Unterschlupf gefunden hatten und jetzt spurlos verschwunden sind. Obwohl eigentlich gar nicht zuständig, beginnt Oberinspector Joseph Nechyba auf Drängen seiner Frau Aurelia mit den Ermittlungen…

In seinem historischen Roman „Schönbrunner Finale“ wartet Gerhard Loibelsberger mit einer kurzweiligen Mischung aus spannendem Kriminalfall und historischen Fakten rund um das nahende Ende Österreich-Ungarns auf und lässt damit auch diesen sechsten Band der Nechyba-Reihe zu einer fesselnden Zeitreise werden.

Gerhard Loibelsberger hat viele wahre Begebenheiten in die Handlung eingeflochten und lässt das vom Krieg in die Knie gezwungene Wien vor den Augen des Lesers lebendig werden. Überall herrscht bittere Not, die Lebensmittelbeschaffung wird jeden Tag aufs Neue zu einer Kräfte verzehrenden Aufgabe. Der Schwarzhandel blüht, die Kriminalitätsrate ist hoch, Einschleichdiebstähle und sogar Mord und Totschlag sind an der Tagesordnung. Damit nicht genug, eine weitere Bedrohung rollt bereits auf die Wiener Bevölkerung zu: die Spanische Grippe.

Auch bei Genussmensch Nechyba ist die Sehnsucht nach einem Stück Fleisch oder auch echtem Bohnenkaffee groß und so begleitet man den mittlerweile 58-Jährigen bei seinen alltäglichen Bemühungen, mit dem Wenigen, das es gibt, eine Mahlzeit auf den Tisch zu bekommen, „… weil a knurrender Magen ist wie ein bissiger Hund …“ (Seite 43). Der Mordfall Gotthelf gerät dabei fast zur Nebensache, wird jedoch schließlich in gewohnter Nechyba-Manier aufgeklärt.

Gerhard Loibelsberger kann nicht nur mit der Darstellung der politischen Lage und der sozialen Verhältnisse in den letzten Kriegsmonaten punkten, er erzählt auch sehr unterhaltsam und packt reichlich Wiener Schmäh in seine Geschichte. Die Dialoge sind in Mundart geschrieben und verleihen der Handlung damit eine Extraportion Authentizität. Besonders gut hat mir gefallen, dass die Wiener Ausdrücke nicht nur in einem Glossar am Ende des Buches aufgelistet werden, sondern die Erläuterungen auch als Fußnote auf der entsprechenden Seite zu finden sind.

„Schönbrunner Finale“ hat mich durchweg sehr gut unterhalten – eine Mischung aus Historie und Spannung, die mit interessanten Charakteren und einer fesselnden Handlung zu überzeugen weiß.

Und du kommst auch drin vor
von Alina Bronsky
Marie, 14 Jahre aus Innsbruck 21. Juni 2018
Das Leben der 15-jährigen Kim ist bis zu einer Lesung und der Bibliothek ganz normal. Sie hat eine beste Freundin namens Petrowna, und ihre Eltern leben getrennt. Doch als die Autorin bei der Lesung ihr neues Buch vorstellt, kann sich Kim mit der Protagonistin genau identifizieren. Alles was im Buch mit der Hauptdarstellerin passiert, widerfährt auch ihr. Natürlich stimmen die Namen nicht und auch ein paar andere unwichtige Details sind falsch, doch ansonsten werden in dem Buch ihr Leben und ihre Gedanken beschrieben.

Und das Buch geht nicht gut aus. Zumindest nicht für ihren Klassenkameraden Jasper, denn dieser stirbt zum Schluss. Jetzt setzen Kim und Petrowna natürlich alles daran, das Leben ihres Mitschülers zu retten und die Katastrophe abzuwenden.

Mir hat das Buch im Großen und ganzen gut gefallen. Es hat viel Humor und ist ein tolles Buch für zwischendurch. An manchen Stellen hatte ich aber das Gefüh,l ein paar Seiten übersprungen zu haben, doch als ich zurückblätterte, musste ich feststellen, dass dies nicht der Fall war. das fand ich etwas verwirrend. Trotzdem würde ich das Buch allen weiterempfehlen die auf witzige und schräge Bücher stehen.

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Franziska, 13 Jahre aus Mils:

Der 15 Jahre alte Kim kommt bei einer Vorlesung alles bekannt vor. Aber nicht von irgendwo her. Aus ihrem Leben. Alle Handlungen von dem Buch haben einen Bezug zu ihrem Leben und sind so oder ähnlich passiert. Als sie erfährt, was Jasper, einem Klassenkollegen, laut dem Buch zustoßen soll, ist sie entsetzt. Sie probiert, zusammen mit ihrer Freundin Petrowna, die Autorin zu finden und sie zu überreden, das Buch umzuschreiben. Was alles noch schlimmer macht. Als dann auch noch die neue Freundin von ihrem Vater ein Baby bekommt – genau wie im Buch – ist das Chaos komplett.

Mir hat das Buch gut gefallen, denn es hatte diese bestimmten „Drama-Elemente“, die ein Buch interessant machen. Das Ende war etwas seltsam, denn es wurde Spannung aufgebaut, die sich in nichts auflöst und „beiläufig“ wird das Hauptthema beschrieben.

Sonst war es eine nette Geschichte über Freundschaft, Beziehungen und die Probleme eines Teenagers.
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Nicole, 12 Jahre aus Gries:

Mir hat das Buch sehr gut gefallen.

In dem Buch geht es um das Mädchen Kim. Bei einer Lesung hat sie das Gefühl, dass alles aus diesem Buch auch in ihrem Leben passiert. Und so versucht Kim alles, dass es nicht so passiert wie im Buch. Das geht nämlich gar nicht gut aus. Leah, die Autorin von dem Buch, war sehr gemein. Die Mädchen brachen bei ihr ein und wollten versuchen, an ihrem Computer etwas herauszufinden. Auch Kims Vater benahm sich äußerst komisch.

Es war eine ziemlich verwirrende, aber fesselnde Geschichte, die zum Nachdenken anregt. Ich konnte das Buch gar nicht weglegen, weil es so spannend war und ich wissen wollte, was passiert. Ob Jasper wirklich stirbt und ob Petrowna und Kim wieder Freundinnen werden… Ich empfehle das Buch weiter!


Was war, wird wieder sein. Was ist, wird nie mehr sein. 21. Juni 2018
‚Der verschollene Mentiglobus‘ ist der erste Teil von ‚Die Chroniken der Archivarin‘. Außerdem ist es der erste Spin-Off der Erfolgsserie ‚Das Erbe der Macht‘ und bildet sozusagen die Brücke zwischen Staffel eins und zwei.

Das Cover ist wie immer toll gestaltet, spiegelt den Inhalt wieder (im Nachhinein betrachtet noch besser als zu Anfang vermutet) und passt gut zum Genre Fantasy allgemein sowie spezielle zu den anderen Bänden der Reihe!

Die Rubrik 'Was bisher geschah' ist ein toller und sehr gelungener Einstieg. Mir gefiel die ‚Ansprache‘ aus der Chronik der Archivarin sehr gut. Dieser Band umfasst einen Prolog, fünfundfünfzig Kapitel sowie einen Epilog, außerdem wartet Andreas Suchanek am Ende noch mit ‘Seriennews‘ sowie einen ‘Glossar‘ zu neuen Personen, Zaubern und Orten auf.

Der Prolog nimmt mich von der ersten Zeile an gefangen – er ist ein toller und spannender Einstieg.

Es geht interessant weiter und verliert bis zum Ende hin nicht an Spannung – ich wollte das Buch nicht aus der Hand geben und so habe ich die letzte Seite viel schneller erreicht als erwartet! Es passiert hier wirklich sehr viel und man erfährt einiges über die Vergangenheit von Leonardo und Johanna. Ich bin absolut begeistert und hoffe und weitere Spin-Offs!


Fazit: 'Der verschollene Mentiglobus‘ von Andreas Suchanek zeichnet sich wie immer durch einen angenehmen Schreibstil aus, Die Geschichte liest sich flüssig wodurch man sehr schnell und leicht vorankommt. Die Mischung aus Fantasy und Humor gefällt mir sehr gut und passt ausgezeichnet zur Geschichte und den Figuren. Sehr gut gefällt mir der (unterschwellige) Humor.

Ich werde die Serie ‚Das Erbe der Macht‘ sowie mögliche Spin-Offs definitiv im Auge behalten und weiter ‚verschlingen‘ :-)

Meine Empfehlung bekommt dieser Spin-Off auf jeden Fall - allerdings lege ich jedem ans Herz die Bände in der richtigen Reihenfolge zu lesen, da sie aufeinander aufbauen.

Zwei rechts, zwei links
von Ebba D. Drolshagen
Durch mehr Wissen zu mehr Wertschätzung 21. Juni 2018

Der Untertitel „Geschichten vom Stricken“ führt ein wenig in die Irre. Nein, es sind keine GeschichteN, es ist vielmehr EINE Geschichte, DIE Geschichte des Strickens, diese allerdings wunderbar leicht und locker und kurzweilig erzählt. Entsprechend gut lesbar ist dieses Buch, unterhaltsam und humorvoll.
Mit einem sehr klugen Vorwort von Martina Behm wird man eingestimmt in die Welt des Strickens, der Stricker und Strickerinnen, in das Reich der Wolle vom 12. Jh. bis heute. „Stricken schafft ungewöhnliche Verbindungen, setzt kreative Kräfte frei und macht auf diese Weise die Welt ein kleines bisschen besser.“ Wie wahr. Und schon wird man zu den Anfängen des Strickens geleitet, und weiter durch die Jahrhunderte hinweg, bis man in der Gegenwart und natürlich beim Internet landet. Wussten Sie, dass 1565 in England ein Gesetz erlassen wurde, nach dem jeder, der älter als 6 Jahre war, an Sonn- und Feiertagen eine Wollmütze zu tragen hatte, gefertigt von englischen Mützenmachern? Dass über viele Jahrzehnte hinweg das Stricken dem Broterwerb diente und selbst 3-und 4-Jährige schon mitstricken mussten? Oder dass Virginia Woolf eine leidenschaftliche Strickerin war? Erst nach dem 2. Weltkrieg mutierte das Stricken zum Hobby, die Modelle entwickelten sich weg vom Nützlichen, Wärmenden hin zum Besonderen mit Chic und Pfiff, zu einem Modemittel, mit dem die Strickerin sich selbst ausdrücken möchte.
Dieses Buch ist ein lebendiges Geschichtsbuch, aber auch eine durchaus kritische Sozial- und Klassengeschichte. Und es hat noch sehr viel mehr in sich. Während man von Kapitel zu Kapitel liest, über Färben und Farben, über die schwindelerregende Mustervielfalt, landestypisch, historisch-traditionell, oder über Passform und Wertschätzung, Gesundheit und Designerinnen, spürt man über allem hinweg die große Liebe der Autorin zum Stricken und ihr Wissen darum, dass Stricken nicht nur Mützen und Schals produziert, sondern auch eine reiche Welt der Gefühle.
Fazit: Ein Buch, das bei jeder passionierten Strickerin ein besonderes Plätzchen finden sollte, weil es sowohl Wissen als auch Wertschätzung vermittelt.
Eine nette Urlaubslektüre 20. Juni 2018
Kurz zum Inhalt:
Greta Wohlert ist Flugbegleiterin und hat plötzlich Panikattacken im Flieger. Um abzuschalten, reist sie zu ihrer Tante Hille, die auf einer kleinen Nordseeinsel direkt am Strand lebt.
Tante Hille will sich von ihren vielen Büchern trennen, und so beschließt Greta, mit den alten Büchern einen Bücher-Flohmarkt in Hilles ehemaligem Laden zu veranstalten. Da dies ein voller Erfolg wird, und Greta immer noch Panikattacken bekommt, wenn sie ans Fliegen denkt, beschließt sie, in Tante Hilles alten Geschäftsräumen eine Buchhandlung inkl. Antiquariat zu eröffnen.
Doch anscheinend hat jemand etwas dagegen, dass Greta auf der Insel bleibt...

Und dann sind da noch Gretas attraktiver Kollege, der Pilot Florian; der charmante Geschäftsführer der Insel-Pension und Gretas alter Sandkastenfreund Claas; und einer geheimnisvollen Liebeswidmung in einem alten Buch muss sie auch noch auf die Spur kommen...


Meine Meinung:
Der Schreibstil ist leicht, flüssig und schnell zu lesen. Besonders gut hat mir gefallen, dass immer wieder mal friesischer Dialekt eingeworfen wird. Auch die Dialoge sind teilweise witzig zu lesen.
Der Autor schafft es hervorragend, die handelnden Personen lebendig darzustellen und die detaillierten Beschreibungen der Landschaft machen so richtig Lust auf Urlaub auf einer Nordseeinsel.
Leider waren viele Ereignisse unglaubwürdig/unlogisch; es passierten viele Dinge viel zu schnell; und das quasi offene Ende hat mich auch unbefriedigt zurückgelassen...
Aber als leichte Sommerlektüre durchaus zu empfehlen.

Das Cover ist in sanften Pastelltönen gehalten, und der abgebildete Strandkorb in den Dünen macht so richtig Lust auf Urlaub. Nur leider kommt die Buchhandlung auf dem Cover gar nicht vor, was mir irgendwie besser gefallen hätte.
Sehr schön sieht es aus, dass neben den Kapitelzahlen auch die Möwen vom Cover abgebildet sind.


Fazit:
Trotz kleiner Mängel und einem unaufgelösten Ende kann ich das Buch als leichte Sommerlektüre empfehlen. Es macht so richtig Lust auf Urlaub auf einer Nordseeinsel!!

Mord nach Strich und Faden
von Frances Brody
Gemütlicher Cosy Krimi im England der 1920er 20. Juni 2018
Kurz zum Inhalt:
England, 1922: Kate Shackleton wird von ihrer Freundin Tabitha Braithwaite angeschrieben und gebeten, ihren Vater zu finden. Kate, deren Mann im Krieg verschwunden ist, hatte einige Male nach dem Krieg verschwundene Soldaten ausfindig gemacht, und deshalb hofft Tabitha, dass Kate auch ihren vor 6,5 Jahren verschwundenen Vater Joshua Braithwaite, einen Weberei-Inhaber, findet. Denn sie heiratet in einigen Wochen und möchte von ihrem Vater zum Altar geführt werden.
Kates Vater, ein ehemaliger Polizist, legt ihr nahe, für diesen kniffligen Fall einen Ex-Polizisten als Hilfe anzustellen. Somit wird Kate quasi zur professionellen Detektivin.
Die Suche nach Tabbys Vater gestaltet sich jedoch schwieriger als gedacht, denn niemand in der unmittelbaren Umgebung will etwas wissen oder preisgeben.
Nur nach und nach decken Kate und ihr Kollege Jim Sykes die Geheimnisse auf. Doch die Wahrheit soll anscheinend nicht ans Licht kommen, als plötzlich ein Ehepaar, beide Arbeiter in der Weberei, stirbt.


Meine Meinung:
Der Schreibstil ist trotz seiner 'alten' Schreibweise, die an den 20er erinnern soll, leicht zu lesen, obwohl man sich anfangs erst daran gewöhnen muss. Es ist ein leichter Krimi, der mich an die Miss Marple Krimis erinnert.
Sehr gut gefällt mir, wie die Autorin das damalige Leben, allen voran der Kampf der Frauen nach Selbständigkeit, und natürlich das Leben der Menschen, die in der Weberei-Industrie arbeiten, inkl. technischem Wissen, näherbringt. Auch die Erwähnung der damaligen Mode ist äußerst interessant.

Leider plätschert die Ermittlung oftmals eher nur dahin und ist wenig spannend, und man kann Kates Handeln nicht immer nachvollziehen. Ihre Ansätze und Gedanken sind gut, aber warum hakt sie bei gewissen Dingen nicht mehr nach? Trotzdem möchte man mit Kate gemeinsam den Fall auflösen, da sich immer wieder neue Erkenntnisse ergeben.
Leider sind einige Szenen und Personen für den Verlauf der Handlung schlicht unwichtig und hätten weggelassen werden können.
Die Auflösung ist trotz einiger gedanklicher Mängel teilweise überraschend.

Ich hätte mir nur gewünscht, dass man mehr über Jim Sykes Ermittlungen lesen kann, und dass man erfährt, was mit Kates Mann damals wirklich passiert ist. Aber vielleicht löst sich das in einem Folgeband auf.

Das Cover zeigt Kate Shackleton beim Ermitteln, ist farbenfroh und macht neugierig auf das Buch.


Fazit:
"Mord nach Strich und Faden" ist der Auftakt einer Reihe um Kate Shackleton. Ein gemütlicher Landhaus-Krimi mit einigen Schwächen, aber man erfährt viel über das damalige Leben und die Weberei-Industrie und hat mich gut unterhalten. Das Buch ist perfekt geeignet für Leser von unblutigen Krimis.
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