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Buchhandlung Neugebauer

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Der Kreidemann

Der Kreidemann

Thriller | C. J. Tudor

Hardcover
2018 Goldmann
384 Seiten; 219 mm x 144 mm
ISBN: 978-3-442-31464-5

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Besprechung
"Ein Superdebüt!" Für Sie

Langtext
Alles begann an dem Tag, an dem sie auf den Jahrmarkt gingen. Als der zwölfjährige Eddie den Kreidemann zum ersten Mal traf. Der Kreidemann war es auch, der Eddie auf die Idee mit den Zeichnungen brachte: eine Möglichkeit für ihn und seine Freunde, sich geheime Botschaften zukommen zu lassen. Und erst einmal hat es Spaß gemacht - bis die Figuren sie zur Leiche eines jungen Mädchens führten. Das ist dreißig Jahre her, und Eddie dachte, die Vergangenheit liegt hinter ihm. Dann bekommt er einen Brief, der nur zwei Dinge enthält: ein Stück Kreide und die Zeichnung eines Strichmännchens. Und als die Geschichte beginnt, sich zu wiederholen, begreift Eddie, dass das Spiel nie zu Ende war ...



Tudor, C.J.
C.J. Tudor wuchs auf in Nottingham, wo sie auch heute mit ihrem Lebensgefährten und ihrer kleinen Tochter lebt. Im Lauf der Jahre hatte sie eine Vielzahl von Jobs, unter anderem als Synchronsprecherin, Werbetexterin, TV-Moderatorin und Dogwalkerin. Ihr erster Thriller "Der Kreidemann", ebenfalls im Goldmann Verlag erschienen, sorgte international für Furore und wurde in 40 Länder verkauft.


Super spannend 03. Juli 2018
Inhalt: Alles begann an dem Tag, an dem sie auf den Jahrmarkt gingen. Als der zwölfjährige Eddie den Kreidemann zum ersten Mal traf. Der Kreidemann war es auch, der Eddie auf die Idee mit den Zeichnungen brachte: eine Möglichkeit für ihn und seine Freunde, sich geheime Botschaften zukommen zu lassen. Und erst einmal hat es Spaß gemacht ? bis die Figuren sie zur Leiche eines jungen Mädchens führten. Das ist dreißig Jahre her, und Eddie dachte, die Vergangenheit liegt hinter ihm. Dann bekommt er einen Brief, der nur zwei Dinge enthält: ein Stück Kreide und die Zeichnung eines Strichmännchens. Und als die Geschichte beginnt, sich zu wiederholen, begreift Eddie, dass das Spiel nie zu Ende war ... Quelle: Klappentext

Von C.J. Tudor hatte ich noch nie etwas gehört und das Cover hat mich auch nicht gerade mitgerissen. Als ich allerdings die Empfehlung von Stephen King gelesen hatte, wurde ich neugierig und las auch das Interview mit der Autorin und die Leseprobe. Von da an wollte ich nur eines: das Buch besitzen und lesen. Es hat sich auf alle Fälle gelohnt.
Die Kapitel wechseln immer vom Jahr 2016 und 1986. Dadurch steigt die Spannung und Kapitel um Kapitel öffnen sich immer mehr vormals verschlossene Türen.
Der Kreidemann ist nicht der brutale Thriller mit ausgetüftelten Foltermethoden, trotzdem ist er von Anfang an und bleibt es auch Super spannend.
Das Ende ist einfach fulminant und furios.

Fazit: Ein sehr spannender Thriller, der sich lohnt.
Ein Thriller der leisen Töne 10. Juni 2018
Es geht sehr fröhlich zu auf der Kirmes im südenglischen Städtchen Anderbury. Bis sich plötzlich aus einem der Fahrgeschäfte eine Gondel löst und herum fliegende Eisenteile einem Mädchen das halbe Gesicht weg reißen. Zusammen mit einem großen, bleichen, hageren Mann bleibt der 12-jährige Eddie Adams bei ihr bis der Krankenwagen sie abholt. Der Mann, den Eddie dort kennengelernt hat, ist ein neuer Englischlehrer an seiner Schule und er zeichnet mit Kreide. Von ihm schauen sich Eddie und seine Freunde Hoppo, Metal Mickey, Fat Gav und Nicky bunte Strichmännchen ab, die sie ab jetzt als Erkennungs- und Geheimzeichen nutzen. Bis weiße Strichmännchen die Clique eines Tages zu einer weiblichen Leiche führen.
Als Eddie und seine Freunde von damals 30 Jahre später Mitteilungen mit weißen Strichmännchen erhalten, wir die Vergangenheit für sie wieder lebendig und zwingt sie, sich damit auseinander zu setzen.

Die Geschichte, erzählt auf zweit Zeitebenen: einmal die Ich-Erzählebene des 12-jährigen Eddie in der Vergangenheit und einmal die des 42-jährigen Ed in der Gegenwart.
Der Prolog beginnt sofort sehr spannend und reißt mich gleich mitten hinein in die Geschehnisse in Anderbury 1986. Ab dem anschließenden Jahr 2016 wird es allerdings etwas ruhiger, gemächlicher, spannend bleibt es allerdings bis sich endlich alle Fragen klären und sich alles schlüssig und glaubhaft auflöst.
C.J. Tudor erzählt die Geschichte von Eddie, seinen Freunden und ihren Familien sehr lebendig, flüssig und leicht zu lesen. Die doch sehr unterschiedlichen Charaktäre schieben sich mit ihren Besonderheiten, Ecken und Kanten bildhaft, präzise und sehr gut vorstellbar vor mein inneres Auge. Ich finde es interessant, die Kinder und z.T. auch ihre Eltern sowohl 1986, als auch 2016 kennenzulernen und ihre Schicksale und ihren Werdegang beobachten zu können. Dabei kommt immer mehr zum Vorschein, was bei den Bewohnern in der Kleinstadt im Verborgenen liegt. Nach und nach kommt einiges ans Tageslicht, was eigentlich im Dunkeln bleiben sollte. Und so langsam formt sich ein Bild, bei dem erst ganz zum Schluss klar wird, was und warum sich einiges so verhält, wie es nun aufgedeckt wird.
Auch die Umgebungen und die besonderen Ort, die hier angesprochen werden, werden klar und deutlich geschildert und ich fühle mich in Anderbury auf der Kirmes oder im dicht bewachsenen Wald mittendrin.
"Der Kreidemann" hält nur wenige blutige Stellen für mich parat, was meinem Lesegeschmack sehr entgegen kommt. Die Geschichte ansich ist eher ruhig und man meint, sie plätschert einfach so dahin. Dabei fesselt sie trotzdem. Dann gibt es nicht zu erklärende Umstände, gruselige und unheimliche Szenen und Begegnungen, die es mir richtig schwer gemacht haben, das Buch mal zur Seite zu legen. Die Cliffhänger nach jedem Abschnitt tun ihr Übriges.
Obwohl ich mir von dieser Geschichte etwas ganz anderes erwartet hatte, bin ich absolut begeistert. Die Autorin versteht es gekonnt, leise Töne mit Hintergründigem zu vermischen. Sie lässt Gänsehaut entstehen und sät immer wieder Zweifel an dem Gelesenen.
Wer es mag die verschiedensten Geheimnisse zu ergünden, mit den Protagonisten auf Spurensuche in der Vergangenheit und der Gegenwart zu gehen und sich nicht scheut auch mal in Abgründe zu schauen, der ist hier genau richtig.
Ein Kleinstadt-Thriller für jedermann 30. Mai 2018
Ein Ort wie Anderybury
Anderbury ist auf den ersten Blick so ne niedliche Kleinstadt. So ein Ort mit Spielplatz und Kirche, Schule und Sportplatz, einem Wäldchen. 1986 lebt hier Eddie und seine Gang. Die 12jährigen fahren Fahrrad, bauen im Wäldchen Höhlen und hinterlassen sich geheime Botschaften mit Kreidezeichnungen in den Einfahrten.
Niedlich, oder? Aber so Thriller haben normalerweise mit Niedlichkeit nichts am Hut. Und deswegen muss man zweimal hinsehen.
Anderbury ist auf den zweiten Blick nämlich etwas mysteriös. Und manchmal scheint der Ort wie verflucht zu sein. Mysteriös erscheint auch der neue Lehrer Mr. Halloran, den die Kinder insgeheim den ?Bleichen Mann? nennen. Und irgendwie fängt das schlechte Karma des Ortes mit dem Unfall auf dem Jahrmarkt an. Wie eine Kettenreaktion entwickelt sich der Ort der Niedlichkeit zum Ort der mysteriösen Todesfälle. Und niedlich ist plötzlich nichts mehr. Denn plötzlich führen die Kreidezeichnungen die Kinder zu einer Leiche. Oder zu dem, was davon übrig ist.

30 Jahre später: Eddie
Eddie lebt noch immer in Anderbury und ist selbst Lehrer geworden. Und etwas seltsam. Mit ungewöhnlichen, geheimen Hobbies. Kein Wunder, bei dieser Vergangenheit.
30 Jahre sind inzwischen vergangen, als plötzlich wieder Kreidezeichnungen auftauchen. Und plötzlich ist die Vergangenheit wieder lebendig. Ganz nah. Jetzt.
Zwei Zeitebenen wechseln sich ab, und wie die Hinweise der Kreidezeichnungen eröffnen auch die Zeitwechsel eine Schnitzeljagd bei dieser Rätselralley. Strich für Strich, Punkt für Punkt wird ein Gesamtbild gezeichnet. All das Mysteriöse wird nach und nach zu einem realen Drama, einer Kettenreaktion und ein böser Blick auf eine Kleinstadt, in der sich hinter netten, scheinbar guten Menschen manchmal böse Fratzen verbergen.

Wer einen Thriller als Geschenk sucht, kann mit ?Der Kreidemann? nichts falsch machen. Es ist so ein Thriller für jedermann, nicht zu blutig, nicht zu hart, zwischendurch mysteriös, immer unterhaltsam und es darf bis zum Ende mitgerätselt werden.
Ein Thriller für zwischendurch.