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Die Spiegelreisende - Die Verschwundenen vom Mondscheinpalast

Die Spiegelreisende - Die Verschwundenen vom Mondscheinpalast

Band 2 - Die Verschwundenen vom Mondscheinpalast | Christelle Dabos

Hardcover
2019 Insel Verlag
Auflage: 1. Auflage
613 Seiten; 220 mm x 148 mm; ab 12 Jahre
ISBN: 978-3-458-17826-2

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Besprechung
"Eine Geschichte voller Zauber und Magie in einer Welt, die so anders ist, als man sie kennt."
World of Books and Dreams 14.05.2019

Langtext
Ophelia wurde gerade zur Vize-Erzählerin am Hof von Faruk erkoren und glaubt sich damit endlich sicher. Doch es dauert nicht lange, und sie erhält unheilvolle anonyme Drohbriefe: Wenn sie ihre Hochzeit mit Thorn nicht absagt, wird ihr Übles widerfahren. Und damit scheint sie nicht die Einzige zu sein: Um sie herum verschwinden bedeutende Persönlichkeiten der Himmelsburg. Kurzerhand beauftragt Faruk Ophelia mit der Suche nach den Vermissten. Und so beginnt eine riskante Ermittlung, bei der es Ophelia nicht nur mit manipulierten Sanduhren, sondern auch mit gefährlichen Illusionen und zwielichtigen Gestalten zu tun bekommt. Am Ende steht eine folgenschwere Entscheidung.

Vom glamourösen Hof der Himmelsburg in das abgründige Universum der Sanduhren und Orte, die gar keine sind - um ihr Leben sowie das ihrer Familie zu retten, muss Ophelia an ihre Grenzen gehen. Und das in einer Welt, in der sie so gut wie niemandem trauen kann, womöglich nicht einmal ihrem zukünftigen Ehemann Thorn?


Dabos, Christelle
Christelle Dabos wurde 1980 an der Côte d'Azur geboren. Nach ihrem Studium zog sie nach Belgien und arbeitete als Bibliothekarin. Als sie 2007 an Krebs erkrankte, begann sie zu schreiben. Zunächst veröffentlichte sie Auszüge aus Die Spiegelreisende im Internet. Nachdem sie den Jugendbuchwettbewerb von Gallimard Jeunesse gewonnen hatte, wurde der erste Band der Serie, Die Verlobten des Winters, publiziert und entwickelte sich rasch zu einem Bestseller. Die auf das Debüt folgenden Bände der Saga, Die Verschwundenen vom Mondscheinpalast und Das Gedächtnis von Babel, erscheinen 2019 auf Deutsch im Insel Verlag. Gerade hat Christelle Dabos den vierten Band der Tetralogie fertiggeschrieben.


Ophelia wird erwachsen 06. Oktober 2019
von Miro76
Ophelia lebt nun schon eine Weile auf dem Pol und beginnt, ihren Platz in dieser schrägen Gesellschaft des Mondscheinpalasts zu finden. Doch hier geht nicht alles mit rechten Dingen zu. Trotz strengster Bewachung verschwinden Menschen und als es ihren Freund, den Botschafter erwischt, wird Ophelia aktiv und macht sich auf die Suche.

Im ersten Teil war Ophelia noch recht ungeschickt, ja sogar tollpatschig und sie hat kaum Gespür für das Gefüge am Pol. Hier beginnt Ophelia, sich ihrer Rolle bewusst zu werden. Sie wird erwachsen, lebt sich ein am Pol und am Hof und verliert dadurch ihre Fähigkeit durch Spiegel zu gehen.

Die Falschheit und Verlogenheit der Gesellschaft macht aus Ophelia einen Frau, die sie nicht sein möchte. Zu viel färbt auf sie ab. Sie braucht erst wieder den richtigen Anstoß, um sich genug auf sich selbst besinnen zu können, denn nur, wer sein wahres ICH auch mag, kann sein Spiegelbild intensiv genug betrachten, um reisen zu können.

Die Handlung nimmt fahrt auf und wir erkennen, dass die Familiengeister nicht die mächtigsten Wesen in dieser Welt sind. Auch sie sind determiniert in ihren Rollen und geschlagen mit einem schrecklich lückenhaften Gedächtnis.

Ophelia und Thorn nähern sich einem Geheimnis auf gefährliche Weise und somit ist klar, dass Leser dieser Reihe gespannt, auf den dritten Teil warten.

Die Phantasie der Autorin lässt auch hier nichts zu wünschen übrig und ihre Welt bietet auch im 2. Teil noch so einige Überraschungen. Die Entwicklung der Figuren ist ebenfalls stimmig und macht die Lektüre interessant. Dennoch habe ich einen Stern abgezogen bei meiner Bewertung, denn dieser 2. Band hat ein paar Seiten zu viel. Die Autorin verzettelt sich manchmal etwas in Nebenhandlungssträngen und dadurch weist dieser Band immer wieder Längen auf. Das nimmt Spannung heraus und hat natürlich den Vorteil, dass man das Buch dann doch wieder aus der Hand legen mag. Dennoch freue ich mich auf Band 3 im Herbst.
Abenteuer und Geheimnisse in einer aussergewöhnlichen Welt 31. August 2019
Die märchenhaft-magische Erzählung um die Spiegelreisende Animistin Ophelia geht in die zweite Runde. Die arrangierte Vermählung mit ihrem Verlobten Thorn rückt immer näher, was ihre Familie zum Anlass nimmt, sie auf der eisigen Arche Pol zu besuchen. Da sie sich nicht mehr als stummer Bediensteter verstecken muss, gerät sie als Verlobte des Intendanten zusehends in den Fokus der Höflinge, und viele sind ihr nicht wohlgesonnen. Sogar der Familiengeist Faruk lädt sie zu einem Treffen vor und verpflichtet sie zur Vize-Erzählerin am Hof. Als sie jedoch anonyme Drohbriefe erhält und wichtige Personen spurlos verschwinden, gerät sie in eine ebenso spannende wie gefährliche Ermittlung...
Im zweiten Band ist Ophelia endlich deutlich aktiver als in Band eins, nutzt vermehrt ihre besonderen Fähigkeiten und zeigt Aktionen und Reaktionen statt wie zuvor alles passiv, fast schon devot, über sich ergehen zu lassen. Allerdings könnte sie noch deutlich aktiver sein und wird mir leider weiterhin zu verhuscht und verpeilt dargestellt. So will die Autorin dem Leser tatsächlich weismachen, dass Ophelia zu einem Spontanausflug in winterlichen Temperaturen zwar Mantel und Schal über ihren Badeanzug wirft, die warmen Stiefel jedoch komplett vergisst und barfuß unterwegs ist. Solche Details ruinieren immer wieder mal Ophelias Glaubwürdigkeit. Von ihren vielen Verletzungen und Erniedrigungen mal wieder ganz zu schweigen. Ihr Verlobter Thorn wird zwar endlich etwas vielschichtiger dargestellt, bleibt aber leider weiterhin recht distanziert und Ophelias Verhalten ihm gegenüber konnte ich oftmals nicht so recht nachvollziehen.
Schwung bringen auf jeden Fall die Animisten in die Erzählung, Ophelias Verwandte, welche eine erfrischend unkonventionelle Art mit sich bringen und der höfischen Intriganz gegenüber stehen. Zudem wird die Handlung endlich vielschichtiger und komplexer, man erhält Einblicke in weitere Clans und deren magische Fähigkeiten ebenso wie in das Geheimnis rund um die Familiengeister der Arche und Faruks Buch, welches bisher unlesbar schien. Auch den Sanduhren der Mutter Hildegard, eine in meinen Augen geniale Idee der Autorin, wird endlich eine größere Bedeutung zuteil. Und die Drohbriefe und verschwundenen Personen bereichern alles mit einem zusätzlichen, fantastisch angehauchten Kriminalfall. Abgerundet wird das Buch diesmal mit einer Karte der Himmelsburg sowie einer Übersicht der Familienclans am Pol.
Mit der Spiegelreisenden-Saga hat die Autorin unbestreitbar eine fantastische Welt mit sehr vielen charmanten Einfällen und Geheimnissen erdacht, welche es zu entdecken gilt. Mit dem zweiten Band verschiebt sich der Fokus weg von den Palastintrigen hin zu Abenteuern, Geheimnissen und Verschwörungen, wird die Protagonstin Ophelia endlich aktiv und die Handlung gewinnt an Komplexität. Leider wird mir Ophelia auch im zweiten Band weiterhin zu unterwürfig und vertrottelt dargestellt, was mir wiederholt den Spaß an der ansonsten so wunderbaren Welt mindert.
Eine würdige Fortsetzung mit skurrilem Charme 24. August 2019
Erstmal ist es schön, die geliebten Charaktere wiederzusehen und in die skurrile Welt der Archen und Familiengeister einzutauchen. Wem der Stil vom ersten Band gefallen hat, wird sich hier sicher auch wohlfühlen!

Wieder mangelt es nicht an spannenden Intrigen und Komplotten und auch der humorvolle Charme der Welt konnte mich in seinen Bann ziehen. Wie erhofft gibt es hier noch mehr Magie! Es gibt mehr Details, die erklärt wurden, und man merkt auch, wie die Welt weiter Form annimmt. Und auch wenn man bei manchen Fragen Fortschritte zur Aufklärung macht, bleiben sie doch sehr rätselhaft. Gepaart mit der eigensinnigen, undurchschaubaren Art der Charaktere blieb ich oft eher verwirrt zurück, wo es hätte spannend sein können.
Manche Charaktere konnte ich auch nicht so richtig ernst nehmen, weil ihre Handlungen so willkürlich wirken. Manchmal ist es dann unterhaltsam-komisch, aber wenn es das nicht ist, wird es auch schnell lächerlich.

Ophelia wächst weiter über sich hinaus. Am Pol läuft natürlich nie irgendwas nach Plan, aber diese Leserin und Spiegelreisende bleibt sich immer treu. Die vielen Hindernisse, die ihr in den Weg gelegt werden, bekämpft sie, weil sie es für notwendig hält, und das macht sie selbstbewusst und mutig, obwohl Ophelia schon wieder zu schüchtern ist, um das so zu sehen. Und das macht sie so liebenswert!
Auch Thorn bleibt seinen Prinzipien treu, auch wenn man immer wieder kurze Blicke hinter die kühle Fassade erhaschen kann. Diese fand ich wegen seiner Distanziertheit besonders entzückend!

Auch nach diesem zweiten Band bleibt vieles im Dunkeln. Es scheint endlich paar Antworten zu geben, aber sofort kommen neue Fragen auf und ich fühle mich nicht schlauer als zuvor. Ich bin froh, dass ich nicht mehr lange auf die Fortsetzung warten muss!

Fazit
"Die Spiegelreisende - Die Verschwundenen vom Mondscheinpalast" entführt den Leser wieder in eine magische Welt mit skurrilem Charme, passt perfekt zur Art des Vorgängers und führt die Geschichte damit gebührend fort!