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Buchhandlung Neugebauer

Rezensionen

Peter Zantingh
15 Rezensionen

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Tolles Ende 22. Mai 2020
Dieser ganz besondere Roman hat mich sofort angesprochen, denn ich wollte etwas Tieftrauriges lesen. Schon der Klappentext hat mich sehr bewegt: Mattias ist nicht mehr. Und sein Umfeld berichtet über ihn: Wer er war. Wie es jetzt ohne ihn ist. So ergibt sich nach und nach ein Bild von Mattias. So habe ich mir das vorgestellt.

Dann begann ich zu lesen und eigentlich war das Buch nicht traurig. Dieser Umstand hat mich zuerst fast ein bisschen enttäuscht. ABER ich habe selten so ein tolles Ende in einem Roman gelesen. Während des Lesens habe ich mir klarerweise versucht vorzustellen, was Mattias nun zugestoßen ist. Alles Mögliche ist mir in den Sinn gekommen, aber das nicht!

Erst wenn die letzten beiden Kapitel gelesen sind und danach, wenn das Buch zugeschlagen ist, wirkt dieses Werk so richtig nach.
Ein stilles Buch, das nachwirkt – jedoch anders als erwartet. 03. Mai 2020
Mattias ist nicht mehr da. Mitte dreißig wurde er abrupt aus dem Leben gerissen. Er hinterlässt viele Lücken – bei seiner Partnerin Amber, seinen Freunden, seinen Eltern und bei scheinbar Unbekannten. Alle versuchen, irgendwie mit dem Leben weiterzumachen. Und das tun sie auf sehr unterschiedliche Weise.

Die Idee dieses Romans gefällt mir außerordentlich gut. Jedes Kapitel wird von einem anderen Protagonisten erzählt. Der Zusammenhang zwischen den Protagonisten bzw. die Verbindung zu Mattias wird manchmal erst nach und nach klar. Vom Aufbau her erinnerte ich der Roman sehr an „Der Sprung“. Nach einem berührenden Start verlor die Erzählung jedoch an Tiefe und konnte mich schlussendlich nicht so berühren, wie ich es gehofft hatte. Die Erzählung ist ruhig, manchmal schleppend, und stimmt den Leser nachdenklich. Ich bleibe stumm und nachdenklich zurück und frage mich, was der Autor mir damit mitgeben wollte.
Was bleibt am Ende 04. April 2020
Ein berührendes Buch über Verlust eines geliebten Menschen und Trauer von Peter Zantingh wird hier vorgelegt.

Mattias ist tot, soviel erfährt man schon zu Beginn, um das Wie und Warum geht es zunächst nicht. In einzelnen Kapiteln kommen Menschen zu Wort die Mattias kannten und einen kleinen Abschnitt in seinem Leben begleitet haben. Seine Freundin, sein bester Freund, seine Großeltern, seine Mutter und andere Bekannte.
Erst am Schluß erfährt man was passiert ist.

Der Schreibstil ist eher ruhig und einfühlsam. Manche Stellen sind humorvoll, andere dagegen sehr traurig. Es werden viele brandaktuelle Themen angesprochen ohne bewertend zu sein. Es zeigt auch wie die Menschen mit der Trauer umgehen.
Ein Buch das mich sehr berührt hat.
Eine Sammlung aus Menschen 12. März 2020
So ein Buch wie dieses habe ich bisher noch nicht gelesen. Es geht um Mattias ohne dass es um Mattias geht. Wir erfahren in den Kapiteln das Leben einiger Menschen kennen, nachdem Mattias aus dem Leben schied. Manche kannten Mattias und manche kannen ihn fast gar nicht.

Dabei hat jede*r seine eigene Art mit der Trauer umzugehen. Manche Geschichten schienen fast banal. Aber genau da liegt für mich der zauber. Im Unbesonderen liegt das Besondere.

Auf finde ich es bemerkenswert, dass der Autor es schafft dass jede Sichtweise einer Person seinen eigenen Schreibstil hat. Ich denke dadurch waren die vielen Perspektiven und vielen Persönlichkeiten auch nicht verwirrend.

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen. Allerdings hat es mich emotional nicht gepackt. Ich hatte keine Bindung.
Was nach dem Tod bleibt 26. Februar 2020
von Tara
„Nach Mattias“ ist ein zutiefst bewegender und berührender Roman des niederländischen Autors Peter Zantingh.

Unerwartet stirbt der dreißigjährige Mattias und es bleibt eine Lücke, eine Lücke, die für jeden Zurückgebliebenen anders aussieht. Die Geschichte wird aus der Perspektive von der Familie, Freunden und Bekannten berichtet. Jeder von ihnen hatte einen anderen Bezug zu Mattias und jeder geht mit seinem Tod anders um. Das Leben der Charaktere ist nur lose miteinander verbunden und während des Lesens setzt sich langsam aus vielen zusammenhangslosen Stücken ein komplettes Bild von Mattias zusammen und es ist äußerst interessant wie unterschiedlich der Verstorbene wahrgenommen wurde. Über seinen Tod erfährt man erst recht spät Näheres.

Der Schreibstil des Autors ist sehr ruhig, klar und angenehm zu lesen. Durch den kapitelweisen Wechsel der Perspektive der Charaktere ist das Buch äußerst abwechslungsreich. Die Personen sind so unterschiedlich, dass in jedem Kapitel eine andere Atmosphäre vorherrscht.

Die Themen des Buches umfassen Trauer, Verlust, Schmerz und berichtet von Spuren, die jeder Mensch hinterlässt. Es wirft Fragen auf. Was passiert, wenn ein Mensch unerwartet stirbt ? Wie geht es nach seinem Tod für die Zurückgebliebenen weiter ?

Mich hat das Buch bewegt, berührt und auch sehr nachdenklich gestimmt, so dass es mir noch lange Zeit im Gedächtnis bleiben wird.

Mein Fazit: Ein wirklich gelungener Roman, nach dem ich mit Sicherheit nach weiteren Büchern des Autors Ausschau halten werde.
Alles im Fluss 26. Februar 2020
von Miro76
Mattias lebt nicht mehr und was nach Mattias kommt, müssen alle Betroffenen für sich herausfinden.
Peter Zantingh erzählt uns in seinem Roman nicht von Mattias. Er lässt seine Figuren Erinnerungen, Gefühle und Anekdoten erzählen, aus denen sich ein Bild von Mattias ergibt. Seine Mutter erzählt uns beispielsweise, was sie gerne beim Begräbnis gesagt hätte, wenn sie da hätte sprechen können.
Amber, seine Freundin erzählt uns, wie schwer es ist weiterzumachen und wie einfach es sein könnte, zu ihm zu gehen, obwohl sie gar nicht an einen Himmel glaubt.
Aber es kommen auch Menschen zu Wort, die Mattias nur aus der Ferne kannten. Deren Leben aber dennoch von seinem Tod berührt wurden. Wir lesen von einem Roadie, der Mattias von einem Online-Game kannte, oder von einem alkoholkranken Verkäufer, bei dem Mattias und Amber ein Ferienhäuschen mieten wollten.
Anfangs mutet es ein bisschen wie Kurzgeschichten an, die sich nur lose treffen, aber später werden sie doch wieder aufgegriffen und die Verbindungen werden klarer.
Nach Mattias ist einerseits ein Buch über Verlust und Trauer, es ist aber auch ein Buch über Veränderung. Welche Auswirkungen hat das Verschwinden eines Menschen auf andere, die nur zufällig davon berührt werden.
Es ist eine interessante Auseinandersetzung mit diesem Thema. Das Buch lebt von Begegnungen, die den Blickwinkel verändern und das fand ich am schönsten daran!
Ein bitterer Zufall 26. Februar 2020
Hier stirbt ein junger Mann Namens Mattias. Und mehr weiß man lange nicht. Dieser Roman „Nach Mattias“ ist nichts für Fakten-Leser, hier muss man erst einmal die eigene Unwissenheit aushalten, um dann recht spät die Zusammenhänge zu verstehen. Es kommen 9 verschiedene Personen als Ich-Erzähler zu Wort, alle verbindet sie etwas mit Mattias, die einen sehr viel, die anderen nur ein Ereignis – die Bandbreite ist groß. Und so auch die Themenvielfalt der einzelnen Personen. Was sie beisteuern ist aus ihrem sehr persönlichen Blickwinkel erzählt. Mal verlierend in Details, mal hadernd, mal ausschweifend – mal mehr über Mattias, mal weniger. Sicher wächst die Erkenntnis im Laufe des Romans was überhaupt passiert ist und wie diese Personen zusammenhängen, aber durch die minimalistische Schreibkunst Peter Zantinghs bleibt viel unklar und die eigne Vorstellungskraft ist gefragt. Minimalistisch ist der Roman nicht nur auf inhaltlicher Ebene, auch die Sätze selbst, wirken zum Teil unnatürlich verkürzt. Wie beispielsweise auf Seite 153 “Dafür war sie Mutter: zu glauben, dass eine bessere Version ihrer selbst existierte, die das Glück länger festhalten und gesünder sein und sie unsterblich machen würde.“
Musik spielt in diesem Roman auch eine entscheidende Rolle, es gibt sogar eine Playliste am Ende des Buches, die auch der Autor beim Schreiben hörte. Es werden immer wieder Lieder benannt.
Der Autor, Peter Zantingh, hat den Roman geschrieben um den zufälligen Tod als Handlungsauslöser und Einflussgröße bei Dritten zu untersuchen. Was passiert wem, wenn eine Person jetzt verstirbt? Aus dieser Gedankenspiel entstand dieser Text, was ich als interessanten Untersuchungsgegenstand empfinde.
Insgesamt hat der Roman mich nicht überzeugt, vor allem durch die stakkatoartige Schreibweise und einzelne Inhalte wie Fußball. Meine Vermutung ist, dass es Leser geben wird, die dieses Buch feiern werden, mir fallen auch gleich ein paar Männer ein, die hier Freude am Lesen haben könnten – aber meins ist es nicht.
Berührend 26. Februar 2020
von RE
Mattias ist gestorben, plötzlich aus dem Leben gerissen. Doch was genau passiert ist, erfährt der Leser erst relativ spät und es ist eigentlich auch nicht so entscheidend, zumindest zu Beginn. Erzählt wird das Buch in kurzen Episoden. Zu Beginn und zum Ende erfährt der Leser, wie es seiner Freundin nach seinem Tod ergeht. Sehr berührend fand ich die Stelle mit dem Fahrrad, das nach Mattias' Tod geliefert wurde. Weitere Perspektiven sind sein Freund, seine Mutter, seine Großeltern, aber auch andere, die auf den ersten Blick nichts oder nicht viel mit ihm zu tun hatten. Doch am Ende ergibt sich ein rundes Bild und alles fügt sich zusammen. Mich hat dieses Buch sehr berührt. Es ist jedoch weniger ein Buch über das Trauern, wie ich erst vermutet hatte. Es ist viel mehr als das. Es geht darüber hinaus, es zeigt, wie das Leben weitergeht, wie neue Impulse gegeben werden, wie man sich weiter entwickelt. Ein kleines, aber sehr feines Buch.
Erzählung wie ein Reigen 25. Februar 2020
Ein Roman eines niederländischen Autors über Tod, Verlust und Trauer sowie das Leben.
Mattias ist tot. Das Buch erzählt von den Menschen, die ihn gekannt hatten, manche sehr gut, andere nur flüchtig.
Da ist Amber, seine Freundin, die alleine in der gemeinsamen Wohnung versucht, mit der Trauer umzugehen. Besucht wird sie von Kristianne, Mattias Mutter, die ebenfalls versucht den Verlust zu verarbeiten. Es gibt Quentin, ein Freund von Mattias, sie wollten zusammen ein Cafe aufmachen.
Alleine kann er das nicht, denn Mattias war der Macher. Quentinn ist Läufer und er erzählt einem blinden Läufer, den er begleitet, von Mattias.
Weitere Figuren tauchen auf. Alle zusammen sollen ein Bild von Mattias geben bzw. was es bedeutet, wenn jemand plötzlich nicht da ist.

Erzählt wird reigenhaft. Dazu passt, das es mit Amber beginnt und endet. Das hat mir ganz gut gefallen. Viele der Figuren sind gelungen. Mit einigen weiß ich weniger anzufangen, aber das kann man als Leser leicht in Kauf nehmen, da es so viele überzeugende Passagen gibt. Der Autor nutzt einen sparsamen Stil, fast schon schlicht, aber nicht ohne Eleganz. Hinzu kommt auch eine gewisse Musikalität, die sich sogar in einer die Kapitel begleitende, niveauvolle Playlist ausdrückt. Viele der Songs habe ich mir zwischen oder nach dem Lesen angehört.

Ich würde weitere Romane von Peter Zantingh lesen, wenn sie ins Deutsche übersetzt würden.
Ein etwas anderer aber guter Stil 24. Februar 2020
von begine

Der niederländische Schriftsteller Peter Zantingh hat mich mit seinem Roman „Nach Mattias“ gut unterhalten.

Es werden Geschichten von 8 Personen, die irgend etwas mit Mattias zu tun haben erzählt. Nach dem ersten Stück mit Ambers Trauer war ich kurz irritiert, das plötzlich jemand anderes zu Wort kam. Lange Zeit fragte ich mich, was eigentlich mit Mattias los ist. So richtig klar wurde es mir nie, nur das er plötzlich tot war.

Besonder war die Geschichte um Quentin und den blinden Chris. Für den wortkarge Quentin wurde es eine große Herausforderung mit dem Blinden Chris zu laufen.

Die Mutter erzählt aus der Kindheit Mattias. Dadurch verstand man ihn etwas besser.

Auch die Großeltern sind gut getroffen. Die Beiden sind mir ans Herz gewachsen.
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