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Buchhandlung Neugebauer

Rezensionen




Spannender Thriller 14. November 2019
Da ich bereits das Vorgängerbuch „Wenn das Eis bricht“ gelesen habe, hatte ich mich sehr auf dieses gefreut und es hat mir auch sehr gut gefallen und kann zu Recht dem Genre Psychothriller zugeordnet werden. Der Thriller wirkt erstmal mit rund 600 Seiten sehr lang, aber es ist schnell durchgelesen. Dies liegt natürlich zum einen am Spannungsgehalt des Buches, von der ersten bis zur letzten Seite fesselnd. Auch die Schreibweise des Buches hat mir gut gefallen, flüssig geschrieben, ohne fade Stellen, und auch Beschreibungen von Orten, Personen oder Vorgeschichten sind präzise, informativ und nicht zu ausschweifend. Mir hat der Aufbau des Buches gut gefallen. Immer aus Sicht von Malin, Hanne oder Jake geschrieben. Die Story des Psychothrillers ist gut durchdacht und umgesetzt, auch ohne zu unrealistisch zu wirken.
Fazit: Ein sehr spannender und empfehlenswerter Psychothriller. Top!
cold Case 21. Oktober 2019
Im zweiten Fall der Reihe von Camilla Grebe geht es ins Hinterland Schwedens, in den kleinen Ort Omberg. Ein abgehängter Ort, ein Ort, wo vor vielen Jahren das Skelett eines kleinen Mädchens abgelegt wurde. Der Fall konnte nie gelöst werden. Der Kriminalbeamte Peter ermittelt in dem Cold Case, bis er verschwindet. Nur Hanne, seine Partnerin wird verletzt aufgefunden, und dann findet man an genau demselben Ort, wo einst das Skelett des Mädchens lag, die Leiche einer Frau. Hängen die Fälle zusammen, wenn ja wie?

Ich fand schon den ersten Band spannend, ich mag die unaufgeregte unblutige Handlung, ganz in Stil Nordischer Krimis. Aus unterschiedlichen Perspektiven läuft die Handlung ab, wir erleben die Perspektive von Malin, Jake und Hanne. Die Figuren sind gut angelegt, und haben Charakter. Zusammenhänge erschließen sich erst später, am Anfang hatte ich keine Ahnung wie alles zusammenhängt und konnte eigene Spekulationen anstellen. Der packende Schreibstil hat mich von Anfang an gefesselt, ich konnte tief in diese Geschichte eintauchen. Die Spannung wird bis zum Schluss aufrecht erhalten, eine Geschichte die nachdenklich macht. 5 Sterne.
Spannender Psychothriller 13. Oktober 2019
Im Oktober 2009 fanden drei Jugendliche im Wald des kleinen schwedischen Ortes Ormberg die skelettierte Leiche eines kleinen Mädchens. Bei den Ermittlungen konnte die Identität des Mädchens nicht geklärt werden, denn offenbar wurde es nirgends vermisst.

Inzwischen sind acht Jahre vergangen und der Fall soll neu untersucht werden. Zur Unterstützung der örtlichen Polizei reisen die Profilerin Hanne, ihr Kollege und Lebensgefährte Peter und die junge Polizistin Malin aus Stockholm an. Und Malin , die ihre gesamte Kindheit in Ormberg verbracht hat, ist ausgerechnet eine der drei Jugendlichen, die damals die Kinderleiche fanden, was es für sie nicht so einfach macht, denn bei ihren Nachforschungen kommen auch immer wieder schlimme Erinnerungen hoch.

Und dann kommt es erneut zu zwei schlimmen Vorfällen. Peter , der Kommissar aus Stockholm verschwindet spurlos , Hanne , die zu dem Zeitpunkt seines Verschwindens mit ihm zusammen gewesen sein müsste, wird verletzt und völlig verwirrt im Wald entdeckt. Und ganz in ihrer Nähe wird dann auch noch die Leiche einer Frau aufgefunden. An einen Zufall glaubt da natürlich keiner der Polizisten, also versuchen sie, einen Zusammenhang zwischen diesen schlimmen Ereignissen am gleichen Ort, herzustellen. Und als erstes wird natürlich versucht, Peter so schnell wie möglich wiederzufinden. Dass Hanne sich an nichts erinnert, erschwert die Suche allerdings erheblich und auch, dass die Bewohner des kleinen Ortes sofort die Flüchtlinge der nahe gelegenen Unterkunft verdächtigen und ihnen deshalb ziemlich feindlich gegenüberstehen, macht die Befragungen der Polizei nicht gerade einfacher.

So nach und nach kommt dann allerdings die Wahrheit ans Licht und die ist grausamer, als es sich die Polizisten und auch die Bewohner von Ormberg, je hätten ausmalen können.

In "Tagebuch meines Verschwindens" wird immer abwechselnd aus der Sicht von Malin, der Polizistin , Jake, einem Jugendlichen, der durch einen Zufall an Hannes Tagebuch gekommen ist und Hanne, eben in Form dieses Tagebuchs , erzählt. Und gerade diese Texte aus Hannes Tagebuch fand ich wahnsinnig fesselnd. Und mit Jake, der durch einen dummen Zufall in diese ganze Geschichte geraten ist, aus persönlichen Gründen aber keinem davon erzählen kann, habe ich richtig mitgefiebert. Ich fand den Schreibstil der Autorin sehr mitreisend und gerade durch das immer wieder Abwechseln zwischen den beteiligten Personen, kam nie Langeweile auf. Für mich gehört dieses Buch zu meinen Lesehighlight des Jahres und ich fand es direkt schade, als ich am Ende angekommen war.
Wenn Vergessen die einzige Chance ist 26. September 2019

600 Seiten Lesefutter, nicht zum Nägelkauen nervenaufreibend, aber so fesselnd, dass man liest und liest und nicht mehr mitbekommt, wie die Zeit um einen herum vergeht…
Da gibt es einen Cold Case mit einem vor vielen Jahren gefundenen Skelett an einem einsamen Platz mitten im Wald, und jetzt wiederum eine Tote, genau an dem gleichen Platz abgelegt. Ein Kommissar verschwindet. Und eine wirre Frau ohne Gedächtnis wird im Wald aufgegriffen. Da gibt es einen verunsicherten Jungen, der so gerne Frauenkleider trägt und dies als Krankheit sieht. All dies geschieht im und um den trostlosen Ort Ormberg, der mitten in den finsteren Kiefernwäldern liegt und in dem noch andere eigenbrötlerische Menschen leben, die meisten alt und resigniert. Niemand versteht, dass genau an diesem gottverlassenen Ort Flüchtlinge einquartiert werden, denen von Staats wegen viel geschenkt wird, genau vor den Augen der Bewohner, die selbst nichts haben bis auf ihre eigene heruntergekommene Bleibe.
Camilla Grebe schreibt ohne Schnörkel, ohne unnötige Zeitsprünge, ohne die Handlung in Schnipseln zu servieren. All diese „Stilmittel“ hat sie nicht nötig. Sie schreibt aus insgesamt drei Blickwinkeln, aber immer die Handlung klar verfolgend, und das macht das Lesen so überaus angenehm. Sie nimmt sich viel Zeit, die Protagonisten in ihrer jeweiligen Sichtweise, in ihrem jeweiligen Erleben darzustellen, wobei ich persönlich die größte emotionale Nähe zu Jake, dem von vielerlei Problemen gequälten Jungen, empfand. Die junge Polizistin Malin, die in Ormberg aufgewachsen ist, tut sich schwer, erneut mit der Tristesse ihres Heimatortes zu Recht zu kommen. Und Hanne, die Profilerin, spürt zunehmend die Qualen der fortschreitenden Demenz. Durch die Augen dieser drei Personen erleben wir eine lange Zeit auf der Stelle tretende Ermitlungsarbeit, die erst gegen Ende des Buches in einer überraschenden Wendung zur Aufklärung findet. Die Stärke der Autorin liegt eindeutig in der Kraft ihrer Schilderungen der allgewaltigen Natur, deren immenser Sog grenzenlose Hoffnungslosigkeit zurücklässt. Camilla Grebes atmosphärisch dichte Schilderung der mächtigen Wälder und des von der Welt vergessenen Ortes Ormberg lassen die Menschen dort geradezu machtlos wirken, einsam und in ihrer eigenen Verlorenheit ohne Chance des Entkommens. Eisig kalt wird es dem Leser beim Eintauchen in dieses Psychogramm eines Ortes des Schweigens, denn, wie die Autorin im Nachwort schreibt: „Ormberg ist überall…“
Ungewöhnlich spannend 23. September 2019
Vor Jahren findet die junge Malin ein Skelett im Wald in Ihrem Heimatort. Der Fall wird nie geklärt. Jahre später, Malin ist mittlerweile Polizistin, wird der Cold Case erneut aufgerollt und sie soll bei den Ermittlungen helfen. Doch dann verschwinden zwei Kollegen.

In dem Buch gibt es mehrere Hauptpersonen.
Malin ist eine junge Polizistin und soll die Ermittlungen unterstützen, da sie aus dem Dorf kommt. Einerseits ist sie froh darüber, da es für sie eine gute Chance ist. Andererseits wollte sie die Vergangenheit hinter sich lassen und damit auch die schlechten Erinnerungen.
Hanne ist eine Profilerin, die ein Profil des Täters erstellen lassen soll. Sie ist mit dem Ermittler Peter zusammen. Die beiden verschwinden und Hanne taucht ohne jegliche Erinnerung wieder auf. Ihr Tagebuch ist verschwunden.
Jake ist ein Junge, der im Ort wohnt und eher durch Zufall an das Tagebuch von Hanne gerät. Als er das Buch liest, gerät er immer tiefer in den Sog.

Die Erzählweise wechselt anfangs zwischen Malin und Jake hin und her. Später kommt noch die Sicht von Hanne hinzu.
Es ist deutlich gekennzeichnet, aus welcher Sicht momentan erzählt wird, was ich sehr gut finde. Oftmals führen solche Wechsel zu einem Spannungsabfall, was aber in diesem Fall nicht der Fall ist. Immer wollte man wieder wissen, wie es weiter geht und zwar bei allen Personen.
Keine der Personen kommt in dem Buch zu kurz und man erfährt viel aus Ihrer Gefühlswelt.
Sprachlich ist es leicht zu verstehen und man kann das Buch sehr flüssig lesen.
Ich hatte mir anfangs etwas anderes vorgestellt. Ich dachte, dass das Tagebuch dem Mordopfer gehört, allerdings gehört es einer Ermittlerin, die dort ihre Erinnerungen aufschreibt.
Das Buch ist auf jeden Fall empfehlenswert.
muss man einfach lesen! 10. September 2019
Das neue Buch von Crebbe handelt von Mord, Fremdenhass, Mutterliebe, Homosexualität, Behinderung, Liebe, Heimatverbundenheit, Pubertät, Krankheiten, Selbstfindung, Verlust und Einsamkeit - also fast von allem, was das Leben von Menschen so ausmacht!
Mehrere gut miteinander verwobene Erzählstränge halten eine Spannung aufrecht, die es einem schwer macht, das Buch aus der Hand zu legen, hat man einmal mit dem Lesen angefangen, und führen schließlich zu einem völlig unerwarteten Höhepunkt, der den Leser zwar einerseits traurig und erschüttert, aber in gewisser Weise auch erleichtert und hoffnungsvoll zurücklässt.

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