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Buchhandlung Neugebauer

Rezensionen

Ragnar Jonasson
14 Rezensionen

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Eine ungewöhnliche Idee mit speziellem Ausgang 04. August 2020
Eine erfrischende Idee liegt diesem Island-Thriller (wobei es für mich über weite Strecken ein Krimi ist) zugrunde: Er ist der Beginn einer Trilogie, die rückwärts erzählt wird. Von Band zu Band geht es also weiter in die Vergangenheit unserer Ermittlerin Hulda.

In “Dunkel” steht sie kurz vor ihrer Pensionierung und kämpft darum, diese möglichst lange hinauszuzögern. Der Vorgesetzte hätte sie gerne sofort los und mit den Kollegen war sie als einzige Frau nie besonders eng verbunden. Also schnappt sie sich für ihren letzten Fall einen cold case und entdeckt so allerlei Ungereimtheiten.

Der Leser kann ihr bei den Ermittlungen über die Schulter blicken, aber erfährt auch vieles über ihr Innerstes und ihre Vergangenheit. Mal ist Hulda sehr hart (auch zu sich selbst) und dann zeigt sie plötzlich eine sehr menschliche, weiche Seite.

Sie bringt sich auch selbst in Probleme und in Gefahr - was der Leser erkennt, sie selbst aber nicht. Hulda polarisiert als Charakter sicher. Die einen werden sie als nervige, langweilige “alte Schachtel” mit Komplexen sehen, die anderen werden auf eine positive Art mit ihr mitleiden. Und dafür muss man nicht über 60 sein.

So speziell die Grundidee der Trilogie ist, sie eröffnet Auto Ragnar Jónasson natürlich weit mehr Möglichkeiten als das in einem “üblichen” Thriller/Krimi der Fall wäre oder gar in einem Teil 1 von 3, wenn sie aufeinander chronologisch aufbauen. Und daher gibt es noch eine Überraschung ganz zum Schluss…
Interessantes Konzept 03. August 2020
Hulda Hermannsdóttir arbeitet als Kommissarin in Reykjavik. Sie steht kurz vor der Pensionierung und soll nun sogar noch früher in den Ruhestand gehen. Zwei Wochen Gnadenfrist konnte sie heraushandeln und sie sucht sich dafür einen Fall aus, der eigentlich schon längst du den Akten gelegt wurde. Ein Jahr zuvor wurde die Leiche einer Asylbewerberin gefunden, Elena, aber der Fall wurde als Selbstmord abgetan.

Nicht nur die Ermittlungsarbeit steht hier im Vordergrund, wir erfahren auch viel über Hulda und ihr Leben. Ihre Vergangenheit und ihre Pläne für die Zukunft. Ihre eigenen Erfahrungen beeinflussen auch ihre Polizeiarbeit. Allerdings finde ich, dass lange keine richtige Spannung aufkommt. Der Roman ist gut zu lesen, man ist schnell durch. Richtig spannend wird es aber erst im letzten Viertel. Dann kommen aber noch einige Paukenschläge!

Die Reihe ist auf drei Bände angelegt, die rückwärts erzählt werden, das heißt die anderen Fälle spielen früher in Huldas Leben (sie wurden in diesem Buch auch schon kurz erwähnt). Ich kann mir vorstellen, dass die Gesamtkomposition interessant ist und die Reihe dadurch gewinnt. Das Ende hat auf jeden Fall Lust auf mehr gemacht. Das Ende ist heftig, mutig und unerwartet. Das hat vieles rausgerissen. Und mit dem Wissen um dieses Ende liest man die anderen beiden Bände sicher mit anderen Augen.

Vorne auf dem Buch klebt ein Aufkleber mit der Aufschrift "ausgezeichnet als einer der besten 100 Krimis und Thriller seit 1945". Ich glaube nicht, dass der Verlag sich damit einen Gefallen getan hat, dadurch werden die Erwartungen zu hoch. Meiner Meinung nach ist es ein solider Krimi, der sich schnell liest. Im Vergleich mit anderen Krimis sehe ich ihn aber eher im Mittelfeld. Vielleicht werden die beiden Folgebände noch ein bisschen spannender.
Überzeugend 28. Juli 2020
Hulda Hermannsdóttir wird frühzeitig in den Ruhestand versetzt. Sie ist dagegen und verschafft sich einen letzten Fall, den sie bearbeiten kann.
Sie sucht sich einen sogenannten Cold Case aus, der sie nicht loslässt. Der Fall wurde von einem anderen Kollegen bearbeitet und schon bald merkt sie, dass hier schlampig gearbeitet wurde.
Ich bin ein großer Fan von nordischen Krimis und musste diesen deswegen unbedingt lesen. Die Kommissarin ist engagiert und beißt sich in den Fall. Sie möchte unbedingt wissen, was der jungen Frau passiert ist.
Auch wenn jeder versucht sie aufzuhalten, sie gibt nicht auf.
Das Buch ist von Anfang an spannend und man möchte es kaum noch aus der Hand legen. Mit der Auflösung habe ich so nicht gerechnet, was ich aber sehr gut fand.
Ich freue mich auf die nächsten Bücher.
Schockierender Thriller, der beginnt wo andere enden 24. Juli 2020
Dunkel
von Ragnar Jonasson
⭐⭐⭐⭐⭐/5 Sternen



Rezension

[Werbung] Dunkel ist der Auftakt einer Thriller-Trilogie rund um Kommissarin Hulda Hermannsdottir. Warum ich so begeistert bin, könnt ihr in meiner Rezension lesen.

Das erwartet euch

Hulda Hermannsdottir, Kommissarin der Polizei Reykjavik, steht kurz vor ihrer Pensionierung. In den wenigen Tagen, die ihr noch im aktiven Polizeidienst bleiben, ermittelt Hulda im Fall der russischen Asylbewerberin Elena, deren Tod von einem Kollegen als Selbstmord eingestuft wurde. Hulda kann dies nicht glauben und fördert recht schnell neue Informationen zu Tage, die die Geschehnisse von vor einem Jahr in ein ganz neues Licht rücken.

Meine Meinung

zum Cover

Das Schwarz-Weiß-Cover ist sehr minimalistisch gehalten und strahlt die typische nordländische Kühle aus. Ich finde es sehr gut gelungen.

zum Schreibstil

Der isländische Autor Ragnar Jonasson hat mich mit seinen ruhigen Stil sofort überzeugt. Er schreibt in sehr einfachen und kurzen Sätzen. Auch die Kapitel sind recht kurz gehalten, was bei mir den Drang ausgelöst hat, fortwährend weiterlesen zu müssen. Der Autor hat mit jedem Kapitelende die Spannung so hoch geschraubt, dass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Tatsächlich habe ich für die 365 Seiten auch nur 1 1/2 Tage gebraucht.

zur Handlung & den Charakteren

Zunächst einmal finde die Idee zu dieser rückwärts erzählten Trilogie absolut grandios. Ich habe noch nie eine Reihe in dieser Form gelesen.

Kommissarin Hulda Hermannsdottir ist die tragische Heldin dieser Geschichte. Sie ist eine Einzelgängerin wie sie im Buche steht und pflegt nur wenige soziale Kontakte. Trotz ihrer teilweise sehr verschrobenen Art habe ich sie schnell ins Herz geschlossen.

Ragnar Jonasson verknüpft gekonnt Gegenwart und Vergangenheit. Durch die Rückblenden lernen wir Hulda nicht nur besser kennen, sondern lernen auch ihre Verhaltens- und Denkmuster zu verstehen. Der Autor hat aber nicht nur seiner "einsamsten Kommissarin Islands" die notwendige Tiefe verliehen, sondern auch die Nebencharaktere sehr authentisch dargestellt. Ich gehe davon aus, dass wir in den weiteren Teilen noch einen tieferen und persönlicheren Einblick in Huldas Leben und ihre Gedankenwelt bekommen und darauf freue ich mich jetzt schon. Huldas Leben ist es nämlich für sich allein schon wert gelesen zu werden.

Der Kriminalfall selbst ist jetzt nicht sehr außergewöhnlich, konnte mich aber durch seine geschickten Wendungen voll überzeugen. Besonders gut haben mir die kurzen Kapitel aus den letzten Stunden von Elena gefallen. Und auch wenn ich schon wusste, welches Schicksal Elena ereilt, so habe ich dennoch mit ihr mitgefiebert.

Ich würde das Buch als tollen Pageturner beschreiben, der ohne große Action auskommt und den man dennoch nicht aus der Hand legen kann.

Fazit

Dunkel ist der Auftakt einer ungewöhnlichen Thriller-Trilogie, welche rückwärts erzählt wird. Der isländische Autor Ragnar Jonasson lässt seine einsame Kommissarin Hulda Hermannsdottir ein letztes Mal ermitteln. Dabei tauchen wir neben den laufenden Ermittlungen tief in die Vergangenheit von Hulda ein, wo so manches dunkles Ereignis zu Tage gefördert wird. Der Autor hat gekonnt Vergangenheit und Gegenwart miteinander verwoben und präsentiert einen düsteren Thriller, der sehr ruhig ist und ohne Action auskommt.
Das Buch ist ein großartiger Pageturner, der mit schockierenden Schlüsselmomentem glänzt und einem am Ende sprachlos, ja geradezu fassungslos, zurück lässt. Ich kann gar nichts anderes als eine Leseempfehlung aussprechen.
Ein außergewöhnlicher Thriller 09. Juli 2020
Die Kommissarin Hulda Hermannsdottir steht kurz vor ihrer Pensionierung. An ihrem letzten Arbeitstag darf sie sich einen alten ungelösten Fall aussuchen, um ihn zu bearbeiten. Ein angeblicher Selbstmord erregt ihre Aufmarksamkeit und so kommt der Fall um eine junge Frau wieder ins Rollen.

Ragnar Jónasson hat uns hier einen ungewöhnlichen Thriller vorgelegt, der der Auftakt zu einer dreiteiligen Reihe ist. Ungewöhnlich deshalb, weil dieser erste Teil eigentlich den Abschluss bildet. Der Schriftsteller rollt das Geschehen quasi von hinten auf. Ihm ist trotz dieser Tatsache ein sehr interessantes Buch gelungen, obwohl man das Ende zuerst erfährt. Denn durch seine Schreibweise, die sehr stimmungsvoll die düstere Atmosphäre Islands zum Leben erweckt und durch die unterschiedlichen Perspektiven bringt er sehr viel Spannung in das Buch. Am Ende bleiben auch noch viele unbeantwortete Fragen offen, so dass der Leser sich auch auf die Folgebände freuen kann. Mir gefällt vor allem, dass er sich aktuellen Themen, wie Kindesmissbrauch und Mobbing widmet, ohne zu sensationslüsternd und brutal zu beschreiben. Überhaupt schreitet das Geschehen eher langsam voran und passt gut zu Hulda, die mit 64 Jahren schon mal mit dem ein oder anderen Leiden zu kämpfen hat. Als Ende hätte ich mir etwas positiveres für sie gewünscht, das hat mich etwas schockiert. Jedoch passt es zur dunklen Stimmung des Romans und hätte wahrscheinlich nicht anders sein dürfen
Innovativer Krimi, der gerne Tabus bricht 07. Juli 2020
Ich habe mich sehr gefreut, mal wieder einen Krimi mit einer etwas betagteren Ermittlerin zu lesen und mir darum erhofft, dass es sich um einen knallharten, erfahrenen alten Hasen handelt, dem die Bösen so rein gar nichts können – aber weit, weit gefehlt. Hulda verhält sich oft wie ein absolut blutiger Anfänger, der an seinem ersten Tag nur alles an Fettnäpfchen mitnimmt, was möglich ist. Man muss ihr allerdings zugutehalten, dass sie absolut nicht abgebrüht und weit davon entfernt ist, so zu sein, wie man es im ersten Augenblick vermutet und dieser Facettenreichtum hat mir persönlich wiederum sehr gut gefallen.
Ich hätte mir allerdings gewünscht, dass das Buch entweder ein Einzelteil oder das Ende einer Trilogie darstellt. Dann wäre ich eventuell mit dem Ende zufrieden gewesen, vielleicht hätte es sogar eingeschlagen wie eine Bombe und mich in absolute Verzückung versetzt, da es durchaus ein paar Wendungen in der Geschichte gibt, die man definitiv nicht erwartet. Die Realität ist allerdings leider, dass ich bitter enttäuscht war, mich schon fast um meine Zeit betrogen gefühlt habe. Nach Abschluss des Buches erscheint mir so vieles, mit dem die Handlung gefüllt wurde, einfach nur sinnlos.

Fazit
Ein nordischer Krimi, der seinen Fokus stark auf Persönlichkeit, Entwicklung und Geschichte seiner Protagonistin Hulda legt und den Kriminalteil dafür spürbar in den Hintergrund schiebt. Das Buch ist dabei mit äußerster Vorsicht zu genießen. Wer allerdings nach einem etwas „innovativen“ Krimi sucht, wird hier definitiv fündig. Ob man am Ende allerdings mögen wird, was man hier findet, mag ich nicht zu versprechen.
Extrem packender Auftakt der "von-hinten-nach-vorne" Trilogie um Hulda Hermannsdóttir 03. Juli 2020
Kurz zum Inhalt:
Die Kommissarin Hulda Hermannsdóttir, die kurz vor der Pension steht und "aufs Abstellgleis abgeschoben" werden soll, um einem jüngeren Kollegen Platz zu machen, darf sich kurz vor ihrer Rente noch einen Cold Case aussuchen, in dem sie ermitteln kann.
Sie weiß auch sofort, welchen Fall sie in Angriff nehmen wird: Jenen der jungen Russin Elena, die um Asyl ansuchte und die vor einem Jahr tot in einer Bucht aufgefunden wurde und deren Tod als Selbstmord abgetan wurde. Doch Hulda glaubt nicht daran und ist entsetzt über die damaligen schlampigen Ermittlungen. Sie deckt immer mehr Geheimnisse auf-doch dabei kommt sie dem Täter gefährlich nahe...


Meine Meinung:
"Dunkel" ist der Auftakt der Trilogie um Hulda Hermannsdóttir, Kommissarin aus Reykjavík, die kurz vor ihrer Rente steht und davor schon Panik hat, denn die Arbeit war bisher alles in ihrem Leben.
Die Schreibweise ist fesselnd, und der Autor schafft es hervorragend, das dunkle melancholische Island vor den Augen des Lesers entstehen zu lassen und hat mit Hulda eine Figur geschaffen, mit der man sympathisiert.
Auch fühlt man-gerade als weibliche Leserin-mit Hulda mit, denn es ist leider auch heutzutage oft noch so, dass Frauen-gerade in so männerdominierten Berufen wie der Polizei-diskriminiert werden. Hulda wurde jedes Mal bei Beförderungen übergangen, obwohl sie immer hervorragende Polizeiarbeit geleistet hat; junge männliche Kollegen ziehen an ihr auf der Karriereleiter vorbei. Und sie muss sogar zugunsten eines neuen jungen Kollegen ihren Platz früher als geplant räumen.
Gnädigerweise darf sie sich noch einen letzten Fall-einen Cold Case-aussuchen, in den sie sich verbeißt und für den ihr nur mehr wenig Zeit bleibt. Ihre Hartnäckigkeit wird ihr leider zum Verhängnis.
Auch die Ermittlungsarbeit von Hulda fand ich authentisch, denn es geht im wahren Leben auch immer nur in kleinen Schritten vorwärts. Trotzdem waren ihre Fortschritte spannend zu verfolgen.
Das Ende hat mich dann überrascht-nicht nur, was den Täter betrifft.


Fazit:
Ein extrem fesselnder Auftakt der Trilogie um die isländische Kommissarin Hulda Hermannsdóttir, deren Geschichte vom Ende zum Anfang erzählt wird. Ich bin schon sehr gespannt auf die beiden Folgebände!
Huldas letzter Fall 22. Juni 2020
Hulda Hermannsdóttir, Polizistin in Reykjavík, ist kurz vor Ihrem Ruhestand. Ihr Chef, mit dem sie sowieso nicht besonders gut auskommt, hat bereits einen jungen Nachfolger für Huldas Posten, deshalb würde er sie lieber heute als morgen nach Hause schicken . Hulda lässt sich aber nicht früher, als unbedingt nötig, in Rente schicken und so bietet ihr Chef ihr an, sich doch einen der älteren ungeklärten Fälle auszusuchen für ihre letzten Arbeitstage.
Insgeheim hofft er, Hulda so einfach noch ein bisschen zu beschäftigen, ohne viel von ihr zu sehen oder zu hören, denn besonders beliebt war die Kommissarin bei Chef und Kollegen noch nie.
Hulda sucht sich einen Fall aus, der vor einem Jahr passierte und der ihr seitdem nicht aus dem Kopf ging. Damals wurde eine junge Asylbewerberin tot aufgefunden und ihr Kollege, der ihn bearbeitete, ging am Ende seiner Ermittlungen von Selbstmord aus. Hulda glaubt als einzige nicht daran, dass die junge Frau sich wirklich selbst getötet hat und so versucht sie, in der kurzen Zeit, die ihr noch bleibt, herauszufinden, was vor einem Jahr geschah. Je näher sie der Wahrheit allerdings bei ihren Ermittlungen kommt, umso mehr bringt sie auch sich selbst in Schwierigkeiten.

"Dunkel" von Ragnar Jónasson ist düster, spannend und besonders, was das Ende angeht, schockierend und unerwartet. Der Schreibstil gefiel mir sehr gut, so, dass ich das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen habe. Hulda ist keine sympathische und vor allem, keine 0815 - Ermittlerin. Sie führt ein ziemlich einsames Leben und im Laufe der Geschichte, erfährt man auch, warum sie so ist, wie sie ist. Mehrere Handlungsstränge wechseln sich ab und so erfährt man immer bruchstückhaft, was vor einem Jahr mit der jungen Asylbewerberin geschah und erfährt zusätzlich einiges aus Huldas Leben . Ich muss zugeben, teilweise waren für mich diese Abschnitte, in denen es um ihre Vergangenheit ging, nicht leicht auszuhalten. Diese düstere Atmosphäre ist ja schon irgendwie typisch für einen isländischen Krimi, da erwartet man natürlich auch gar keinen "Heile-Welt-Roman, doch das Ende hat mich dann trotzdem nochmal ziemlich geschockt und auch überrascht.

Ein spannendes Buch, das mich wirklich gefesselt hat und trotzdem bin ich noch nicht sicher, ob ich auch die Fortsetzungen lesen werde, weil für mich irgendwie die Spannung weg ist, wenn Huldas Geschichte rückwärts erzählt wird.
Der letzte Fall 18. Juni 2020
von manu63
Dunkel ist der Auftaktband zur Huldar Trilogie des Autors Ragnar Jonasson. Hulda Hermannsdóttir ist Kommissarin bei der Polizei Reykjavík, sie soll frühzeitig in Pension gehen weil sie Platz für einen jüngeren Kollegen machen soll. Sie schafft es ihrem Vorgesetzten einen letzten Fall abzuringen und sucht sich den Cold Case zum Tod einer Asylbewerberin mit Namen Elena aus. Als Hulda dem Rätsel auf die Spur kommt, merkt sie nicht, dass sie sich selber in große Gefahr begibt.

Der Autor schildert Huldar als verbitterte 64 jährige Frau die in ihrem Leben etliche Schicksalsschläge verkraften musste. Ihre Karriere hat immer darunter gelitten das sie eine Frau ist und nicht richtig in dem Männerkreis im Revier Fuß fassen konnte. Viele Gedanken von Huldar bewegen sich um ihr verkorkstes Leben und wie sie so geworden ist. Der eigentliche Fall rund um Elena ist eher Bei-als Hauptwerk. Die Grundstimmung der Geschichte ist düster und deprimierend und das Ende für mich überraschend. Da dies ein Auftakt zu einer Trilogie ist finde ich es nicht so toll, das der Autor das Ende quasi an den Anfang setzt. Das hatte ich in letzter Zeit schon einmal bei einem Roman und ich hoffe nicht, das dies der neue Trend wird, da mir diese Abfolge nicht zusagt. Insgesamt kein spannender Thriller sondern eher eine Rückschau auf ein nicht sonderlich tolles Leben.
Island scheint nicht immer idyllisch zu sein 18. Juni 2020
Klappentext:
Hulda Hermannsdóttir, Kommissarin bei der Polizei Reykjavík, soll frühzeitig in Ruhestand gehen, um Platz für einen jüngeren Kollegen zu machen. Sie darf sich einen letzten Fall, einen Cold Case, aussuchen – und sie weiß sofort, für welchen sie sich entscheidet. Der Tod einer jungen Frau wirft während der Ermittlungen düstere Rätsel auf, und die Zeit, um endlich die Wahrheit ans Licht zu bringen, rennt. Eine Wahrheit, für die Hulda ihr eigenes Leben riskiert …


Vom Ende zum Anfang: Band 1 der außergewöhnlich erzählten Thriller-Trilogie um die originelle und vielschichtige Protagonistin Hulda.





Zuerst möchte ich mich beim Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken. Ohne deren Hinweis auf dieses Buch wäre es mir entgangen und das wäre sehr schade gewesen.

Island kannte ich bisher nur aus Liebesromanen und als Sehnsuchtsort für einen meiner nächsten Urlaube. Natürlich wusste ich, dass es jede Menge guter isländischer Schriftsteller(innen) gibt, aber noch hatte ich kein Buch von ihnen gelesen.

Mit Ragnar Jonasson habe ich eine ausgezeichnete Wahl getroffen. "Dunkel" ist der erste Teil einer Trilogie, die rückwärts erzählt wird. Wir begleiten die Kommissarin Hulda bei ihrem letzten Fall vor ihrer Rente.

Die rüstige Dame kann sich gar nicht vorstellen in Pension zu gehen und noch dazu einige Wochen früher als geplant, kränkt sie sehr. Um die letzten verbliebenen Tage sinnvoll zu nutzen, sucht sie sich einen "Cold Case" aus, rund um eine tote Asylantin. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Ich kann mich nicht erinnern, jemals über eine "ältere" Kommissarin gelesen zu haben. Meist sind des ganz junge oder mittelalte und vor allem zerstörte Ermittler.
Hulda selbst ist gar keine so große Ausnahme. Sie trauert ihrer Karriere hinterher. Sieht sich als Opfer der männlichen Seilschaften aber dennoch als Wegbereiterin für ihre weiblichen Kolleginnen. Die Zeit nach ihrem Dienst fürchtet sie, denn ihre Arbeit gab ihr Struktur im Leben.

Während ihrer Ermittlungen erzählt Hulda von sich, ihrer Familie und einer möglichen Zukunft. Diese Entwicklung fand ich ungemein spannend, überraschend und auch schockierend. Somit rückte die eigentliche Suche nach Hinweisen in den Hintergrund und dennoch niemals in Vergessenheit. Das Ende war einfach großartig. Damit hatte ich nun überhaupt nicht gerechnet.

Der etwas betagteren Protagonistin ist der langsamere Erzählrhythmus geschuldet. Mich hat das nicht gestört. Der zögernde Aufbau erhöhte die Spannung unmerklich und die Lösungen platzen ins Geschehen.

Mich hat das Buch überzeugt. Am Ende gibt es eine Leseprobe zum zweiten Teil und diese macht schon Lust weiterzulesen.


Hulda Trilogie:
Dunkel
Insel (erscheint am 13.07.2020)
Nebel (erscheint am 21.09.2020)
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