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Buchhandlung Neugebauer

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Golden Cage

Golden Cage

Trau ihm nicht. Trau niemandem. Roman | Camilla Läckberg

Taschenbuch
2019 List
Auflage: 1. Auflage
384 Seiten; 207 mm x 139 mm
ISBN: 978-3-471-35173-4

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Besprechung
"Klasse: die bissige Beschreibung der Stockholmer Oberschicht!", Hörzu, 11.04.2019

Langtext
Was machst du, wenn dir alles genommen wird?

Faye und Jack sind das absolute Traumpaar. Sie haben das erfolgreichste Unternehmen Stockholms aufgebaut, wohnen in einem luxuriösen Apartment und sind umgeben von den Reichen und Schönen. Die gemeinsame Tochter Julienne ist die Krönung ihres Glücks.

Doch der Schein trügt. Fayes Leben dreht sich nur noch um den verzweifelten Versuch, Jack zu gefallen. Seine Verachtung ist in jeder seiner Gesten spürbar. Was verbirgt ihr einst liebevoller Mann vor ihr? Als Jack und Julienne von einem Bootstrip nicht zurückkehren und die Polizei eine Blutlache im Apartment entdeckt, fällt der Verdacht schnell auf Jack. Hat er seine eigene Tochter ermordet? Nichts in Fayes Leben ist mehr so, wie sie es kannte ...

Camilla Läckbergs erster Thriller: raffiniert, abgründig, brillant

Läckberg, Camilla
Camilla Läckberg, Jahrgang 1974, stammt aus Fjällbacka - der kleine Ort und seine Umgebung sind Schauplatz ihrer Kriminalromane. Weltweit hat Läckberg inzwischen über dreiundzwanzig Millionen Bücher verkauft, sie ist Schwedens erfolgreichste Autorin. Heute lebt Camilla Läckberg in einer großen Patchworkfamilie in Stockholm.

Frey, Katrin
Katrin Frey, geboren 1972, hat drei Kinder und lebt mit ihrer Familie in Schleswig und Berlin. Sie hat u. a. Stefan Ahnhem, Karin Alvtegen, Camilla Läckberg und Håkan Östlundh übersetzt und ist Mitglied der Jungen Weltlesebühne. 2002 hat sie das Berliner Übersetzerstipendium und 2009 ein Aufenthaltsstipendium für das Baltic Centre for Writers and Translators in Visby bekommen.


Kein Thriller, Psychodrama voller Klischees mit Selbstjustiz-Moral und teils unappetitlich 19. Juni 2019
Ich kenne mindestens eine Frau, die bei der Scheidung auf einen finanziellen Ausgleich verzichtet hat, nur, um den Mann schnellstmöglich loszuwerden, obwohl sie nach gemeinsamer Absprache auf eine volle Berufstätigkeit zu Gunsten der Kinder verzichtete. Vermutlich wird sie später in die Falle der Altersarmut fallen - dann werden genau diese Kinder für sie bezahlen müssen oder die Gesellschaft in Form von Aufstockung - viel wird es trotzdem nicht sein.
Ich kenne mindestens eine Frau, die keine Arbeit annehmen würde, die es erfordert, regelmäßig über Nacht weg zu sein - sie würden sich Sorgen darum machen, dass nächtliche Abwesenheit dazu führt, dass der Mann sie betrügt (ich klage hier NICHT die Alleinerziehende mit Kleinkindern an).
Ich kenne deutlich zu viele Frauen, die sich im Kampf um die Kilos oder das Makeup und die Kleidung hauptsächlich nach anderen Frauen richten - sie wollen ein bestimmtes Aussehen, damit andere Frauen sie als Konkurrenz empfinden und somit nicht als "leichte Beute", in deren "Revier" sie "wildern" können. Kennt jemand diesen speziellen musternden Blick von oben bis unten?
Ich habe oft erlebt, dass Frauen es nicht mögen, wenn sie sich von Frauen belehren lassen sollen, sei es als Chefin, als Trainerin, sogar als Kollegen. Wenn eine Frau einer anderen Frau widerspricht oder sie korrigiert, wird ihr das häufig nicht verziehen. Männer gehen hinterher trotzdem ein Bier trinken.
Ich kenne Frauen, die im Berufsleben stehen, kein eigenes Konto haben, nie eine Überweisung tätigen, nicht wissen, wo Verträge abgeschlossen sind.
Ich kenne Frauen, die bei einem Ehebruch des Mannes daheim ausgezogen sind und mit den Kindern in einer Mini-Wohnung wohnten, nur um ihn nicht mehr sehen zu müssen - statt den Platz für sich und die Kinder einzufordern.

Ich kenne viel zu viele Frauen, die sich in Bezug auf Finanzen und beruflichen Erfolg eher selbst im Wege stehen - oder die anderen Frauen im Wege stehen. Frauen sind untereinander oft sehr wenig solidarisch. "Sugar-Daddys" erscheinen erschreckend vielen jungen Mädchen als erstrebenswert - und "kleine Prinzessinnen" sollen rosa tragen, Spielzeug erfüllt Rollenbilder, die ich in den 70ern und 80ern nicht mehr so stark sah - MINT-Berufe werden wohl eher nicht angestrebt.
Um vollständig zu bleiben: Ich kenne auch die üblichen Witze von Männern, immer gegen Gruppen, die als schwächer empfunden werden - gerne auch gegen Frauen (wie auch in Form von Rassismus oder anderen Diskriminierungen). Ich kenne es aber nicht, dass Männer sich selbst kleinmachen, freiwillig verzichten, einander aufgrund von 5 Kilo zuviel oder einer bestimmten Krawatte missachten.

Ich habe kein Problem damit, wenn in einer Partnerschaft jemand bestimmte Aufgaben übernimmt, die ihm oder ihr einfach besser liegen - oder die er oder sie einfach nur weniger unangenehm findet. Man sollte nur sinnvoll darüber reden und finanzielle Absprachen zu Beginn treffen. Solange "er" Spagetti aus der Kombipackung mit Soße hinstellen kann, wenn sie spät nach Hause kommt, darf "sie" gerne sonst immer die Köchin sein. Und er darf gerne alle Finanzen übernehmen, wenn es einen gemeinsamen Notfallordner gibt und die Rechte und Pflichten beider vertraglich abgesichert sind. Ich brauche keinen Krampf zu Männer- und Frauenrollen, aber ich mag gerne erwachsene Menschen.

Ich finde die Grundidee dieses Buches genial. Die Umsetzung bereitet mir hochgeklappte Fingernägel.

Faye ist liebend gerne das "kleine Frauchen" für ihren großen starken tollen Jack. Der behandelt sie zwar wie Dreck, aber er hat schließlich Stress. Sie hat zwar mehr Hirn, aber er bringt das Geld ins Haus - weil sie verzichtet hat, das gemeinsame Firmenkonzept weiter mit umzusetzen. Klar, das Luxuskind kann ja nicht nur vom Kindermädchen erzogen werden, Faye muss gegenüber den anderen Luxusweibchen im Wettpink... äh, Wettbewerb um möglichst wenig Kilo, viel Blubberwasser und die richtige Markenkleidung antreten. Das erfüllt ja auch total.

Ich mochte keine der Personen, außer Chris und ein wenig Kerstin (bei älteren Frauen bin ich in Bezug auf bestimmte Rollenbilder verständnisvoller). Selbst die kleine Julienne nervte mich mit ihrem Gezicke. Auf den ersten Teil des Buches hätte ich fast komplett gerne verzichtet, höchstens Faye einige Packungen Kondome zuwerfen wollen. Ja, Sex, explizit, aber irgendwie bevorzugt unterwürfig, frustriert - und definitiv ungeschützt. Ernsthaft? Einzig die Rückblenden ließen mich auf irgendeinen Sinn hoffen,
Rückblenden auf die junge Faye, mit ganzen Zaunfeldern voller Andeutungen auf ihre Vergangenheit, mit irgendeinem tragischen Ereignis, das sich spät klärt, sonst liest ja keiner weiter.

Den zweiten Teil fand ich dann genial - Faye wacht auf und handelt. Aus der Sicht des Buchendes kippt das aber. Faye gibt es also nur als Opfer - oder sie nimmt Rache, übt Selbstjustiz, geht über Leichen.
Ja, Frauen mit bestimmten Kindheitserfahrungen, heißt es, werden leichte Opfer. Faye hatte aber gerade in der Kindheit gehandelt - wie logisch ist dann ihre Opferrolle später? Wie logisch ist, dass ihr Racheschema wirklich den Ermittlungsbehörden entgehen kann?
Wie wahrscheinlich ist es, dass sie genau in dem Moment, in dem sie Geld benötigt, DIE Geschäftsidee hat, die sie benötigt, die dann auch so schnell zu finanziellem Erfolg wird? Wie viel Mut macht das Beispiel von Faye anderen Frauen, jemanden einfach anzuzeigen? Welche Identifikation ist das für zum Beispiel eine Verkäuferin bei Aldi oder eine Krankenschwester oder selbst die Ärztin, als Idee, mit einem Partner gleichzuziehen, von dem man ausgebootet wurde? Hat jemand am Ende vergessen, was sie mit Viktor getan hat und weshalb? Wie konnte sie ihre erste Racheaktion aus der Jugend finanziell durchziehen, wie den Kontakt aufrechthalten? Wenn Jack doch so toll war, anfangs, warum war er nicht eingeweiht? Wenn klar war, aus welchem Ort Faye kam, warum hat da nie jemand nachgeforscht? Worin ergab sich die zwingende Logik, dass sowohl Henrik als auch Jack genau parallel "mutierten"? Wie wahrscheinlich war der langjährige Erfolg von Compare, wenn doch Faye als einzige den Durchblick hatte?
Und so weiter, und so fort.

Faye will Rache. Wenn Sex mit dem Gegner hilft, kein Problem. Und natürlich geht das nur schlank. Und selbstverständlich können sich fast alle anderen Frauen damit identifizieren, von einem Mann verladen worden zu sein (das geht in der Realität durchaus auch umgekehrt, also, Frau verlädt Mann, aber nun ja. Die "ich-weiß-dass-er-mich-betrügt-aber-ich-liebe-ihn-so" Version kenne ich tatsächlich nur von Frauen, aber auch die "du-willst-Papa-doch-gar-nicht-sehen-du-liebst-mich-doch" Option).

Gut geschrieben, aber irgendwie ein Klischee wie in den 80ern Joan Collins im Denver Clan. In den sexuellen Parts teils unappetitlich, es lief mir etwas zu oft Sperma an Fayes Beinen herunter (wie gesagt, Kondome?).

Warnung: Gewalt, auch sexuell. Ansonsten kein Thriller, eher ein Psychodrama mit Selbstjustiz-Moral.
Trau ihm nicht ? und ihr auch nicht! 20. Mai 2019

Nach außen hin wirken Jack und Faye als das absolute Traumpaar: schön, erfolgreich, vermögend, mit einer süßen Tochter gesegnet.... Doch das scheinbare Glück hat sich schon lange ins Gegenteil verkehrt. Faye, die einst mit ihrer Geschäftsidee den Grundstein für das heutige äußerst erfolgreiche Unternehmen ihres Mannes gelegt hat, langweilt sich nun zu Hause. Zum Hausfrauen- und Mutterdasein verpflichtet, obwohl sie damit eigentlich kaum etwas zu tun hat, da Kindermädchen, Putzfrau und Köchin ihr alle Arbeiten abnehmen, hat sie nichts anderes zu tun, als sich mit den anderen Frauen anderer erfolgreicher Männer zu treffen. Verzweifelt versucht sie, ihrem Mann zu gefallen, von ihm begehrt und respektiert zu werden. Doch damit ist es wohl schon lange vorbei, Jack hat nur noch Verachtung für sie übrig und sein Interesse gilt nur noch der Firma und vermutlich anderen Frauen. Interessant ist, dass dies alles in der Ich-Form aus Fayes Perspektive geschildert wird. Dennoch kann ? oder will ? man sich nicht mit ihr identifizieren, auch wenn man ihr Verhalten teilweise verstehen kann. Eher will man Faye nur noch schütteln, um ihr die Augen zu öffnen, wie sehr sie sich durch ihr Verhalten erniedrigt.
In einem zweiten Teil wird beschrieben, wie sich Faye und Jack als junge Studenten begegnet sind und was für eine starke und intelligente Persönlichkeit Faye damals war. Doch man erkennt auch ihre dunkle und gewalttätige Seite und immer wieder wird angedeutet, dass in ihrer Familie etwas Schlimmes passiert sein muss.
Als Faye ihren Mann inflagranti mit einer anderen Frau erwischt, versucht sie immer noch, ihn zu halten. Doch Jack nutzt die Situation, um Faye loszuwerden. Völlig mittellos, nur durch ihre treue Freundin Chris unterstützt, baut Faye sich eine neue Existenz auf ? und sie sinnt auf Rache. Auch wenn man sich ausmalen kann, wie diese Rache aussieht und wie sie ausgehen wird, ist dieser dritte Teil doch spannend.
Insgesamt ist ,,Golden Cage? ein spannender Roman, allerdings haben mich die klischeehaften Männer- und Frauenverhaltensweisen zunehmend gestört.
Auch wenn Läckberg mit dieser Thematik eine ganz andere Geschichte erzählt, kommt der Roman meiner Ansicht nach nicht an die Falck/Hedström-Reihe heran.

Revenge 06. Mai 2019
Faye und Jack leben zusammen mit ihrer kleinen Tochter Julienne in einer exklusiven Wohnung in Stockholm und gelten als ein Bilderbuchehepaar. Doch der Schein trügt. Hinter der aufgebauten Fassade sieht es ganz anders aus.

Nachdem ich ein großer Fan von den Fjällbacka-Büchern von Camilla Läckberg bin, war ich gespannt und neugierig auch auf dieses Buch. Und ich wurde nicht enttäuscht. Dieser Thriller ist auch spannend geschrieben und die Story dahinter gut durchdacht und umgesetzt. Nur einige Punkte waren diesmal etwas vorhersehbar, was ich bei den anderen Büchern nicht erlebt habe. Ich fand die Personen im Buch gut beschrieben und vor allem die Gefühle von Faye wurden dem Leser gut vermittelt.
Das Cover des Buches finde ich gelungen und auch der Buchtitel passt genau zum Inhalt dieses Psychothrillers.