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Buchhandlung Neugebauer

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Der Sprengmeister

Der Sprengmeister

Roman | Henning Mankell

Hardcover
2018 Zsolnay
Auflage: 2. Aufl.
192 Seiten; 210 mm x 132 mm
ISBN: 978-3-552-05901-6

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Besprechung
"Henning Mankell ist einer der großen Konsensschriftsteller unserer Zeit gewesen ... Er ist einer wie Simenon, wie Roth, wie Irving ... Es ist immer ein bisschen wie heimkommen, wenn man ein neues Buch von einem solchen Autor aufschlägt ... Was man an Mankell liebt ist, dass er in die Düsternis, die Einsamkeit, den Wahn hineintaucht, um seine Figuren zu retten." Georg Seeßlen, Die Zeit, 02.08.18

"So entsteht in Einzelbildern eines ganz normalen Lebens das einfühlsame Porträt eines Jahrhunderts." Irene Binal, Deutschlandfunk Kultur, 31.07.18

"Ein Meisterstück raffinierter Schlichtheit." Hartmut Wilmes, Kölnische Rundschau, 31.07.18

"Ein moderner, aufregender, spröder Text ... Johansson bleibt in Erinnerung als lauterer Charakter - eine exemplarische Figur von der Unterseite der Welt, die Mankell oft emphatisch beschrieb." Karin Großmann, Sächsische Zeitung, 28.07.18

"Diese Geschichte ist in berührender Weise auch heute gültig." Annemarie Stoltenberg, NDR Kultur, 23.07.18

Kurztext / Annotation
Der erste Roman von Bestsellerautor Henning Mankell erzählt ein ganzes Leben, ein Arbeiterleben in Schweden: "Ein überraschendes Geschenk!" Axel Milberg

Langtext
Als junger Mann wird der Sprengmeister Oskar Johansson bei einer fehlgeleiteten Zündung schwer verletzt. Seine Freundin bricht ihm die Treue, und er heiratet ihre Schwester Elvira. Die beiden führen ein bescheidenes, entbehrungsreiches Leben, damit der knappe Lohn auch für drei Kinder reicht. Trotz seiner Verwundungen kehrt Oskar zurück in seinen Beruf. Er wird politisch aktiv und glaubt an eine Revolution, die nie kommt. Als sein Wohnblock abgerissen wird, kauft er auf einer Schäre ein Saunahäuschen, wo er im Sommer leben kann. Henning Mankells erster Roman erzählt ein Arbeiterleben in der aufblühenden Industrie in Schweden und gibt den Benachteiligten eine unverwechselbare, eindrucksvolle Stimme.

Mankell, Henning
Henning Mankell (1948 - 2015) lebte als Schriftsteller und Theaterregisseur in Schweden und Maputo (Mosambik). Seine Romane um Kommissar Wallander sind internationale Bestseller. Zuletzt erschienen bei Zsolnay Treibsand (Was es heißt, ein Mensch zu sein, 2015), die Neuausgabe von Die italienischen Schuhe (Roman, 2016), Die schwedischen Gummistiefel (Roman, 2016) und die frühen Romane Der Sandmaler (2017) und Der Sprengmeister (2018).


Lebensgeschichte eines Sprengmeisters 18. Juli 2018
von PFIFF

Mankell erzählt das Leben des jungen Sprengmeisters Oskar Johanssohn, der bei einer Fehlzündung wie durch ein Wunder überlebt, aber schwer verletzt wird.
Seine Verlobte kann den Anblick des entstellten, verkrüppelten Mannes nicht ertragen und heiratet einen anderen Mann.
Oskar heiratet, ohne es erst zu wissen, ihre Schwester und hat es nicht leicht, seine drei Kinder zu ernähren.
Nach dem frühen Tod seiner Frau wird Osar ausgesiedelt, kauft sich ein Saunahäuschen auf den Schären und verbringt dort die Sommermonate nach dem frühen Tod seiner Frau.
Trotz der Schicksalsschläge verliert er seinen Humor nicht und macht das Beste aus seinem einfachen Leben.
Eine frühe Erzählung von Henning Mankell, die erst jetzt übersetzt und verlegt wurde.
wer ist Oskar Johansson? 14. Juli 2018
Wer ist Oskar Johansson?
Bei einem Arbeitsunfall 1911 kommt Sprengmeister Oskar Johansson nur knapp mit dem Leben davon. Seine Freundin Elly wendet sich daraufhin von ihm ab und er heiratet ihre Schwester Elvira. Die beiden gründen eine Familie, werden zusammen alt und als Elvira stirbt, zieht Oskar in den Sommern in eine umgebaute Sauna auf den Schäreninseln, wo er dem Meer nahe ist.
So weit, so einfach. Doch es wäre kein Roman von Mankell, wenn das Ganze nicht wesentlich tiefer gehen würde. Mankell erzählt in bewegenden Bildern das Leben des verwundeten Oskar Johansson, aber stets unaufgeregt und nahbar. Allerdings auch mit größeren Zeitsprüngen, die mich teilweise etwas verwirrt haben. So geht Oskar in Rente, im nächsten Absatz ist er aber arbeitslos und lernt mit Lindgren einen anderen Arbeitslosen kennen.
Der Roman wird berichtet von einem Ich-Erzähler, auf den aber nicht näher eingegangen wird. Der Erzähler geht mit Oskar fischen und will ihm seine Lebensgeschichte entlocken. Doch Oskar gibt nicht viel preis, er lebt und redet auf seine eigene Art. Dennoch kommt er dem Leser langsam nahe.
Gerne hätte ich mehr von Oskars Familienleben gelesen, als von der politischen Seite, die auch in ihm steckte. Aber da hält ?Oskar? sich eher bedeckt ? Auch von seinem Unfall redet er nicht gern, dennoch fand ich den Prolog und auch die Szenen im Krankenhaus sehr emotional.
Fazit: Mankell liest man nicht einfach, man muss sich auf ihn einlassen. Doch wenn einem das gelingt kann man wunderbar in dieses Buch eintauchen und auch ein wenig hinter die Fassade blicken.
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