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Milchmann

Milchmann

Roman. Ausgezeichnet mit dem Man Booker Prize for Fiction 2018 und dem National Book Critics Circle Award 2018 | Anna Burns

Hardcover
2020 Tropen
Auflage: 1. Auflage
452 Seiten; 216 mm x 150 mm
ISBN: 978-3-608-50468-2

(12 Rezensionen) - Rezension verfassen


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Besprechung
"Die Lage ist rabenschwarz, aber komisch ist sie eben auch, dank
der Überdeutlichkeit, zu der das Absurde seine Gestalten ausbildet. Für
den Leser heißt es, dass er diese Spannung zwischen Witz und Qual
aushalten muss. Es ist ein Erlebnis von verblüffender Intensität."Burkhard Müller, Die Zeit, 13.03.2020
"Diese Stimme bestrickt den Leser vom ersten Satz weg."
Sigrid Löffler, FALTER, März 2020
"Wer nun einen Problemroman erwartet, in dem die Übel der Welt
aufgezählt und abgearbeitet werden, irrt. Denn Milchmann ist auch sehr
unterhaltsam. Wegen seiner Erzählstimme, deren Sätze so ungewöhnlich
und rhythmisch sind, dass man sie gerne laut lesen möchte."Anna Vollner, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 08.03.2020
"Burns'
Kunstgriff lässt die historisch grundierte Geschichte klingen wie eine
surreale Parabel, die einen unruhig gestimmt zurücklässt. [...] Milchmann
ist nicht nur Zeitgemälde, sondern auch Bildungsroman über das
Frauwerden in Krisenzeiten."
Julia Lorenz, taz, 12.03.2020
"Die politisch-religiösen Konflikte, die Burns beschreibt, meinen immer
auch allgemeinere, universale Erfahrungen: prädigitale Überwachung und
soziale Kontrolle durch Klatsch, Gerüchte und Gerede, sexuelle
Übergriffe im Namen der guten Sache, patriarchalische Verhaltensweisen,
die sich unter hohem Außen- und Konformitätsdruck zu fast totalitären
Strukturen verfestigen."
Martin Halter, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.02.2020
"[Burns] tut dies mit heilsamen Humor und einer wunderbar eigenwilligen Sprache"
Simone von Büren, NZZ am Sonntag, 23.02.2020

"Obwohl der reale Hintergrund des Geschehens sich
bald abzeichnet, gelingt es Burns, ihre Romanwelt über dem rein
Faktischen in der Schwebe zu halten und grundsätzlich das Wahnhafte,
Groteske, die Seelen durch und durch Vergiftende eines solchen
Kriegszustands fassbar zu machen. [...] Schwere Kost, möchte man
denken; aber die Schriftstellerin legt ihre Geschichte einer
hinreissenden Erzählerin in den Mund. [...] Die so geschaffene
Möglichkeit, eine jugendliche Stimme mit vertiefter Reflexion zu
unterlegen, setzt Burns in einen zugleich lässigen und präzisen, mit
schwarzem Humor gesäumten Sprachduktus um, den Anna-Nina Kroll gewandt
ins Deutsche gebracht hat."Angela Schader, Neue Zürcher Zeitung, 07.03.2020

"Burns [...] klarer Ton seziert diese Welt, in der man die sich
formierenden Feministinnen spitz für gefährliche "Aufrührerinnen" hält,
analytisch scharf. Zugleich ist er emotional, warm. [...] Milchmann ist
als Emanzipationsstory und politisches Mahnmal gleichermaßen gelungen."Michael Wurmitzer, Der Standard, 25.02.2020
"Warum die Opfer sexualisierter Gewalt manchmal darüber schweigen,
weshalb Erzählen unendliche Kraft kostet und wie sich Angst und
Verzweiflung in Herz und Hirn fressen wie Batteriesäure, beschreibt
Burns in diesem Werk ohne Pathos und mit so einfacher Sprache, dass das
Lesen schmerzt. Auszuhalten ist das bloß, weil man der Protagonistin
etwas voraushat: Der Milchmann wird sterben, man erfährt es gleich auf
der ersten Seite. Und die Erzählerin? Findet ihre Stimme wieder. Sie
erzählt uns ja davon."Elisa von Hof, Spiegel.de, 25.03.2020
"Milchmann ist ein besonderer Roman, sowohl stilistisch als auch in seiner Verbindung von absurdem Humor, tragischer Groteske, surrealer Grundzeichnung und doch eben auch eines Hyperrealismus, der in jeder Zeile mitschwingt."
Guy Helminger, Luxemburger Tagblatt, 08.05.2020
"Anna Burns macht aus dem Bürgerkrieg ein aberwitziges Sprachspiel
auf Leben und Tod, das bei aller Tragik einer absurden Komik nicht
entbehrt. Dieser virtuose Roman hätte die Aktualität gar nicht nötig,
die ihm durch den Brexit zugefallen ist."
Stefan Kister, Stuttgarter Zeitung, 23.03.2020
"Es
ist atemberaubend, wie [Anna Burns] über die Ausgesetztheit eines
jungen Mädchens eine psychisch zutiefst vergiftete
politisch-gesellschaftliche Realität zu porträtieren verst

Kurztext / Annotation
"'Milchmann' ist stilistisch vollkommen unverwechselbar. In einem Moment beängstigend, dann wieder inspirierend. Überwältigend."
Jury des Man Booker Prize

"'Milchmann' ist stilistisch vollkommen unverwechselbar. In einem Moment beängstigend, dann wieder inspirierend. Überwältigend."
Jury des Man Booker Prize

- SPIEGEL BESTSELLER
- Man Booker Prize 2018 (Fiction)
- National Book Critics Circle Award 2018 (Fiction)
- Orwell Prize 2019

"Der Tag, an dem Irgendwer McIrgendwas mir eine Waffe auf die Brust setzte, mich ein Flittchen nannte und drohte, mich zu erschießen, war auch der Tag, an dem der Milchmann starb." Mit Milchmann legte Anna Burns das literarische Großereignis des vergangenen Jahres vor. Ein Roman über den unerschrockenen Kampf einer jungen Frau um ein selbstbestimmtes Leben - weltweit gefeiert und ausgezeichnet mit dem Man Booker Prize.

Langtext
"'Milchmann' ist stilistisch vollkommen unverwechselbar. In einem Moment beängstigend, dann wieder inspirierend. Überwältigend."
Jury des Man Booker Prize

- SPIEGEL BESTSELLER
- Man Booker Prize 2018 (Fiction)
- National Book Critics Circle Award 2018 (Fiction)
- Orwell Prize 2019

"Der Tag, an dem Irgendwer McIrgendwas mir eine Waffe auf die Brust setzte, mich ein Flittchen nannte und drohte, mich zu erschießen, war auch der Tag, an dem der Milchmann starb." Mit Milchmann legte Anna Burns das literarische Großereignis des vergangenen Jahres vor. Ein Roman über den unerschrockenen Kampf einer jungen Frau um ein selbstbestimmtes Leben - weltweit gefeiert und ausgezeichnet mit dem Man Booker Prize.

Eine junge Frau zieht ungewollt die Aufmerksamkeit eines mächtigen und erschreckend älteren Mannes auf sich, Milchmann. Es ist das Letzte, was sie will. Hier, in dieser namenlosen Stadt, erweckt man besser niemandes Interesse. Und so versucht sie, alle in ihrem Umfeld über ihre Begegnungen mit dem Mann im Unklaren zu lassen. Doch Milchmann ist hartnäckig. Und als der Mann ihrer älteren Schwester herausfindet, in welcher Klemme sie steckt, fangen die Leute an zu reden. Plötzlich gilt sie als "interessant" - etwas, das sie immer vermeiden wollte. Hier ist es gefährlich, interessant zu sein.

Doch was kann sie noch tun, nun, da das Gerücht einmal in der Welt ist? Milchmann ist die Geschichte einer jungen Frau, die nach einem Weg für sich sucht - in einer Gesellschaft, die sich ihre eigenen dunklen Wahrheiten erfindet und in der jeglicher Fehltritt enorme Konsequenzen nach sich zieht.

Stimmen zur englischen Ausgabe

"Ein einzigartiger Blick auf Irland in Zeiten des Aufruhrs."
Jury des Man Booker Prize

"Brillant. Die beste Booker-Preisträgerin seit Jahren."
Metro

"Tiefgründige, ausdrucksstarke, eindringliche Prosa."
Sunday Telegraph

"Auf ein solches Buch haben wir dreißig Jahre lang gewartet."
Vogue

"Originell, witzig, entwaffnend schräg. Einzigartig."
The Guardian"Beeindruckend, wortstark, lustig."
Irish Times

"Milkman blickt mit schwarzem Humor und jugendlicher Wut auf die Erwachsenenwelt und deren brutale Absurditäten."
The New Yorker

"Dieser Roman knistert vor intellektueller Kraft."
New Statesman

Anna Burns, geboren in Belfast, Nordirland, ist Autorin mehrerer Romane. 2018 erhielt sie für »Milchmann« den Man Booker Prize. Das Buch wurde zu einer internationalen Sensation und mit zahlreichen weiteren Preisen ausgezeichnet, u. a. dem Orwell Prize und dem National Book Critics Circle Award. »Milchmann« erscheint in 23 Ländern. Es ist der erste Roman von Anna Burns, der auf Deutsch veröffentlicht wird. Anna Burns lebt in East Sussex, England.


Anstrengend, aber nicht schlecht 21. Mai 2020
Anstrengend, aber nicht schlecht

Puh, dieses Buch ist eine Herausforderung. Ich bin hier ganz unbedarft herangegangen, ohne mich vorher groß zu informieren. Entsprechend schwer fiel mir der Einstieg. Ich hatte zunächst kaum eine Ahnung, wovon die Autorin redet, was der Sinn dieses Romans ist, worum es eigentlich geht. Als ich ein wenig recherchiert hatte, gelang es mir besser, das erwähnte Gebiet diesseits und jenseits der Grenze, das Land jenseits der See und die verschiedenen Religionen und Paramilitärs einzuordnen und in die Handlung hineinzufinden. Aber was heißt hier Handlung? Handlung gibt es eher wenig - alles ist aus der Sicht der namenlosen Erzählerin geschildert und besteht zu einem Großteil aus deren Gedanken. Seitenlange Monologe erleichtern das Lesen nicht gerade. Es ist schwer, die Konzentration aufrechtzuerhalten, wenn einem zwischendurch kein Absatz zum Verschnaufen geboten wird.

Dabei ist nicht nur die Protagonistin ohne Namen. Nein, alle Figuren werden nur mit ihrer Funktion bzw. einer Art Spitznamen benannt, z.B. Milchmann (der gar kein Milchmann ist), Vielleicht-Freund, Schwester Eins oder Schwager Drei. Das ist schon sehr gewöhnungsbedürftig.

Die Autorin hat eindeutig etwas zu sagen. Ich frage mich nur, warum sagt sie es nicht einfach? Warum redet sie ellenlang um den heißen Brei herum und kommt nicht zu Potte? Warum packt sie ihre Aussage in dermaßen verschwurbelte Sätze? Warum macht sie es dem Leser künstlich so schwer?
Gibt es eine zweite Version des Buches? 15. Mai 2020
So viele Preise hat das Buch gewonnen und so viele begeisterte Pressestimmen erhalten.

"Komisch", "Unterhaltsam" "Sätze so ungewöhnlich und rhythmisch" sind Schlagworte aus Kritiken.
Ich habe wohl ein anderes Buch gelesen. Sätze, die ellenlang und verschachtelt waren, keine Spur von Unterhaltung geschweige denn Komik boten und bei denen ich mich stundenlang durch das Buch gequält habe.

Skizziert wurde das Leben im Krieg, einem religiös begründeten Krieg (dass es sich um den Nordirland-Konflikt handelt, hat sich mir aus der Lektüre heraus nicht erschlossen, ich habe zuerst eine Handlung in der Zukunft vermutet, war dann aber durch die Erwähnung von Hits der 80er irritiert). Die ständige Existenz von Denunziation, Gewalt, Tod und insgesamt eine von Männern dominierten Gesellschaft mit entsprechenden Wertevorstellungen wurde zwar gut transportiert, allerdings konnte mich die Handlung überhaupt nicht mitnehmen. Sie war mir zu diffus, zu schwammig, für über 400 Seiten gab es viel zu viele Wiederholungen.


Dazu noch die Sprache - die Autorin lässt ihre Charaktere namenlos, die ausschließliche Verwendung der Familienstellung (kleine Schwestern, Schwager 1, Schwager 3 usw.) war auf Dauer sehr anstrengend zu lesen.
Auch zur Erzählerin konnte ich keinerlei Bezug aufbauen.

Was bleibt, war das unbeschreibliche Gefühl der Erleichterung, als ich das Buch endlich "geschafft" hatte - und die Frage, warum ich nur nicht frühzeitig abgebrochen habe.
Milchmann 20. April 2020
Dieses Buch macht es einem wirklich nicht leicht. Die sprachliche Gestaltung dieses Buches ist besonders, an ihr scheiden sich sicherlich die Geister. Für die einen mag das Buch gut zu lesen sein, für die anderen außerst anstregend und langwierig. Ich zähle zu letzteren Personen.
Was sich in der Leseprobe noch spannend andersartig las, wurde im gesamten Buch für mich zur Qual. Der Schreibstil und die Sprache passt leider gar nicht zu mir. Das Weglassen von Personenbeschreibungen im engeren Sinne hat mich stark irritiert. Dass hier nur von "vielleicht Freund", "Schwager", etc gesprochen wird - den Charakteren also wenig Farbe verliehen wird hat es für mich schwer gemacht mich in die Personen und vor allem auch in die Protagonistin hinein zu versetzen. Die Handlung kam auf den ersten 100 Seiten wenig in Fahrt, sie tröpfelte vor sich hin, konnte mich nicht merklich fesseln. Daher habe ich das Buch auf Seite 102 abgebrochen.
Ich werde dem Buch sich zu einem anderen Zeitpunkt noch eine Chance geben. Man muss wirklich Lust auf das Buch und die Art des Story-Tellings haben, denn das Buch ist keine Lektüre für nebenher - es ist eher harte Arbeit.
Inhaltlich sind die Themen trotz ermüdender Längen sicher ernst und regen zum Nachdenken an, wobei auch eine sehr angehme Art des subtilen Humors verarbeitet ist. Diese wenigen positiven Aspekte konnten mich jetzt aber nicht vom Buch überzeugen.